Samstag, 25. November 2017

Anleitung - Die Kirchensteuer absetzen

Für was zahle ich eigentlich Kirchensteuer? Das fragt sich wohl fast jeder, der mit der Kirche im Ganzen relativ wenig zutun hat. Wichtig hierbei ist, die richtigen Schritte zu gehen und nicht etwa gegen das Gesetz verstößt. Über 50 Millionen Bürger in Deutschland sind noch in einer der beiden überaus großen Konfessionen. Sie zahlen bald mehr als 8 Milliarden Euro Kirchensteuer. Jeder der der katholischen oder evangelischen Kirche angehört muss 9 % Steuern von der EKS zahlen (in Hamburg, Bremen, Baden-Württemberg und Bayern sind es nur 8 %).

Dies muss man ja bezahlen, wenn man nicht auf eine die Dienstleistungen der Kirche, wie bei einer Taufe, dem Tod, Die Kommunion, die Konfirmation, zu Weihnachten oder sonstigen Anlässen nicht verzichten möchte. Oder etwa doch nicht?

Der Alleinverdiener muss nur den Austritt aus der Kirche für sich selbst erklären, während der Rest der Familie noch in der Kirche Mitglied ist. Die Familie kann die ganzen Aktivitäten und Dienstleistungen der Kirche in Anspruch nehmen ohne gegen das Gesetz zu verstoßen oder sonstiges passieren kann.

Das heißt, wenn wir uns mal eine Fünfköpfige Familie vorstellen, zwei Erwachsenen und drei Kinder. Die Frau ist noch in Mutterschaft oder sie ist Hausfrau, der Mann ist Alleinverdiener. Der Mann tritt bei der Kirche aus und muss dafür keine Steuern mehr bezahlen, während er als Familie alle Dienstleistungen und Aktionen der Kirche in Anspruch nehmen darf. Wie z. B. die Taufe des Neugeborenen, oder die Konfirmation des Größten. Oder einfach zu Weihnachten und Ostern an sonstigen Veranstaltungen mitmachen.

Oder aber man ist selbstständig: Einfach bei der Steuererklärung im Mantelbogen Seite 3 ausfüllen und man erhält anteilig Kirchensteuer zurück. Und wer Kinder hat zahlt normaler weise sowieso weniger Kirchensteuer.

Aber wieso sollte man die Kirchensteuer absetzen wollen? Wenn man viel verdient, muss man von dem großen Gehalt auch mehr Steuern bezahlen. Wenn man z.B. hingegen in der Ausbildung ist, tut die Steuer nicht so sehr weh, als wenn man selbstständig ist oder ähnliches. Wichtig ist, dass man das ganze mit dem Gewissen vereinbaren kann und sich dabei trotzdem noch gut fühlt.
 
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