Montag, 25. September 2017

Handy auf Rechnung kaufen

Mittlerweile gibt es nicht mehr viele Dinge, die man auf Rechnung kaufen kann. Dies liegt einfach daran, dass die Händler in den letzten Jahren massive Verluste durch die immer weiter absinkende Zahlungsmoral der Deutschen erlitten haben. Sie wollen ihre Waren also nur noch gegen Sicherheiten anbieten. Dabei werden Zahlungsvarianten wie Lastschrift, Kreditkarte oder Nachnahme, im Internet häufig auch Vorkasse angeboten. Eine Bestellung auf Rechnung hingegen ist heute kaum noch möglich, insbesondere nicht bei Kunden, die erstmals bestellen.

Dennoch gibt es auch einige Händler, die sogar ein Handy auf Rechnung verkaufen. Hier muss man in der Regel aber bereits Stammkunde sein. Abgesehen davon haben die Händler hierbei eine weitere Sicherheit. Die Freischaltung eines Handys wird erst dann möglich, wenn sich der Besteller mittels Ausweis identifiziert hat. Damit können die Händler davon ausgehen, dass sie die korrekten Kontaktdaten des Kunden haben und dem entsprechend ihn auch bei einem evtl. Zahlungsverzug und den folgenden Mahnungen erreichen werden. Ein anonymer Einkauf eines Handys ist hingegen nicht möglich.

Bestellt man sein Handy auf Rechnung, so wird man das Handy beim Versandhandel mit der Post oder einem anderen Paketdienst zugeschickt bekommen. Im Paket liegt dann in der Regel auch die Rechnung für das Handy bei. Wichtig ist, dass man die Rechnung umgehend bezahlt. Denn tut man dies nicht, könnte der Händler mitunter sogar das Handy sperren lassen. Schließlich hat er Name und Anschrift des Kunden, sowie in der Regel auch die Handynummer, die er ja bei der Bestellung frei geschaltet hat.

Die meisten Händler bieten eine Rechnung aber nur dann an, wenn Liefer- und Rechnungsadresse übereinstimmen. Zudem muss der Käufer mindestens 18 Jahre alt sein, was beim Abschluss eines Handy Vertrages ja ohnehin eine Grundvoraussetzung ist. Auch wird bei noch nicht so bekannten Kunden ein maximaler Rechnungsbetrag festgelegt, damit man nur ein begrenztes Risiko bei Nichtzahlung eingeht oder es wird generell erst ab der zweiten oder dritten Bestellung auf Rechnung geliefert.

Zudem wird häufig bei Zahlung auf Rechnung noch ein Aufschlag verlangt, der sich zwischen einem und fünf Euro bewegt. Dieser Aufschlag wird dabei für das Risiko bezahlt, welches der Händler mit dem Versand auf Rechnung eingeht. Auch ist eine Rechnungsstellung in der Regel nur bei Bestellungen innerhalb Deutschlands möglich. Ein Handy mit Vertrag auf Rechnung zu kaufen, gestaltet sich dabei zudem deutlich schwieriger, als eines der Prepaid Handys auf Rechnung zu erhalten. Denn hier besteht eben auch für den Mobilfunkbetreiber ein gewisses Risiko, nicht an sein Geld zu kommen.
 
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