Dienstag, 19. September 2017

Kfz Steuer nicht bezahlt

Eine der wichtigsten Steuern ist wohl die Kfz Steuer. Denn wird diese nicht bezahlt, so kann das Auto ganz schnell still gelegt werden. Dann besteht keine Chance mehr, im öffentlichen Straßenverkehr damit zu fahren. Damit aber genau das nun nicht geschieht, sollte man in jedem Fall alles daran setzen, die Kfz Steuer pünktlich zu bezahlen. Ist es finanziell tatsächlich einmal nicht möglich, die Kfz Steuer fristgerecht zu bezahlen, so lohnt sich ein Vorsprechen beim Finanzamt oder eine schriftliche Bitte um Zahlungsaufschub. Damit man aber die Chance auf eine Stundung oder Ratenzahlung auch erhält, sollte man in jedem Fall möglichst früh Bescheid geben.

Am besten lässt es sich dabei noch verhandeln, wenn der Bescheid über die zu zahlende Steuer gerade erst eingegangen, diese also noch gar nicht fällig ist. Dann sollte man sich schleunigst mit dem Finanzamt in Verbindung setzen und diesem die Sachlage schildern. Oftmals ist dann noch eine Einigung möglich.

Steckt man nun jedoch den Kopf in den Sand und lässt die Dinge erst einmal alle auf sich zukommen, so wird es schwierig. Denn kommt man erst nach mehreren Mahnungen seiner Zahlungsverpflichtung nach, so muss man massive Säumniszuschläge und Verspätungszinsen berappen. Kommt man erst nach mehreren Mahnungen auf das Finanzamt zu und versucht, diesem den Fall darzustellen und um einen Zahlungsaufschub zu bitten, so dürfte auch dies sich recht schwierig gestalten.

Reagiert man hingegen trotz Zahlungsaufforderungen und Mahnungen nicht und bezahlt die Kfz Steuer nicht, so hat das Finanzamt das Recht, das Auto stillzulegen. Dabei wird die aktuell angebrachte TÜV Plakette entfernt, was wiederum zusätzliche Kosten verursacht. Denn auch wenn die Steuer daraufhin beglichen wird, kann man mit dem Auto erst dann wieder fahren, wenn ein neuer TÜV erfolgt ist und eine neue Plakette erteilt wurde. Eine andere Variante, um säumige Zahler zur Zahlung zu animieren, ist die beliebte Parkkralle.

Dabei wird eine solche Parkkralle am Auto befestigt, die den Autofahrer am Wegfahren hindern soll. Auch finden sich spezielle Vorrichtungen, die am Auto angebracht werden und die es ermöglichen, das Auto noch in Gang zu setzen. Allerdings sorgen diese dafür, dass die Luft aus den Reifen langsam entweicht. Diese Methode ist aber sehr umstritten, da damit der gesamte Straßenverkehr und all seine Teilnehmer gefährdet werden, wenn das Auto zum Beispiel mitten auf der Kreuzung wegen zu wenig Luft in den Reifen stehen bleibt.

Man sieht also, Vater Staat hat hier viele Möglichkeiten, seine Steuerzahler zum Zahlen zu zwingen. Denn schließlich ist das Auto heute eines der wichtigsten Besitztümer überhaupt.
 
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