Samstag, 23. September 2017

Möglichkeiten zum Schulden begleichen

Immer mehr Menschen hierzulande haben Schulden. Angefangen beim Autokredit über die Finanzierung für den Kühlschrank bis hin zur Ratenzahlung beim Fernseher. Mitunter wird der Schuldenberg jedoch unüberschaubar hoch. Verursacht durch zahllose Bestellungen im Versandhaus, durch zu große Raten beim Abschluss von Krediten oder durch Arbeitslosigkeit. Wie kommt man aber nun von seinen Schulden wieder herunter?

Das wichtigste ist erst einmal das persönliche Gespräch mit dem jeweiligen Gläubiger. Das heißt, dieser muss in jedem Fall erst einmal angesprochen werden. Schildert man ihm die finanzielle Situation, so kann man häufig eine Ratenzahlung vereinbaren. Dabei werden die Schulden in monatlichen oder auch vierteljährlichen Raten abgezahlt, je nach Vereinbarung. Wichtig ist es bei der Vereinbarung einer solchen Ratenzahlung, dass man die Raten so wählt, dass man sie auch aufbringen kann. Sicher sinkt die Schuld schneller, wenn man sehr hohe Raten vereinbart und es fallen dabei auch oft weniger Zinsen an. Doch kann man die Raten dann nicht aufbringen, wird es schwierig. Denn in diesen Fällen steht dem Mahnverfahren auch nichts mehr im Wege, welches jedoch immer mit weiteren Kosten einhergeht. Insofern sollte man beim Vorschlag für eine Rate auch die eigenen finanziellen Möglichkeiten immer im Auge behalten.

Eine andere Variante, um seine Schulden abzubauen, besteht darin, dass man einen Vergleich anstrengt. Dabei geht man ebenfalls auf den Gläubiger zu und bietet diesem einen größeren Betrag sofort an, womit dann aber auch die restlichen Schulden beglichen sind, die man noch bei diesem Gläubiger hat. Auch hier kommt es immer auf das eigene Verhandlungsgeschick an, doch viele Gläubiger gehen auch auf einen solchen Vergleich ein, einfach aus dem Grunde, weil sie hier zumindest einen Teil des Geldes, wenn auch nicht alles, erhalten.

Eine andere Variante bietet das Verbraucherinsolvenzverfahren. Hierbei verzichten die Gläubiger ebenfalls auf einen Teil der Forderung. Man muss jedoch über einen Zeitraum von sechs Jahren alles tun, um die eigene finanzielle Situation zu verbessern und darf auch keine neuen Schulden mehr machen. Zudem muss das gesamte Einkommen, welches über dem gesetzlich festgelegten Selbstbehalt liegt, an die Gläubiger abgetreten werden. Dieses wird dann in prozentualen Anteilen an eben diese verteilt. Nach Ablauf von sechs Jahren ist der Schuldner dann völlig schuldenfrei, auch wenn die Schulden noch nicht abgezahlt wurden. Sinnvoll ist diese Variante immer dann, wenn es absehbar ist, dass die Schulden nicht innerhalb von sechs Jahren beglichen werden können.

Ebenfalls kann man die Umschuldung nutzen, um seine Schulden zu begleichen. Dabei werden evtl. mehrere kleine Kredite von einem großen abgelöst. Dieser wird dann oft zu günstigeren Konditionen als die bisherigen abgeschlossen, sodass sich die einzelne Rate, die man noch zahlen muss, verringert und man damit auch entsprechend sparen kann und schneller seine Schulden abbauen kann.
 
© copyright 2006 - by piloh.de
^