Donnerstag, 27. April 2017

Mit EC Karte bezahlen

Die beliebteste Plastikkarte ist heute wohl die EC Karte, die heute eigentlich korrekt Maestro Card heißt. Ihren ursprünglichen Namen erhielt sie daher, weil sie immer gemeinsam mit Euroschecks ausgegeben wurde. Die EC Karte galt dabei als Garantie, wenn ein Scheck ausgestellt wurde. Selbst wenn das Konto nicht hinreichend gedeckt war, erhielt der Händler mindestens 400 DM. Allerdings war das Verfahren für die Banken zu risikoreich und auch sehr aufwändig, weshalb es abgeschafft wurde. Die EC Karte hat aber dennoch ihren Namen behalten, auch wenn sie heute offiziell als Maestro Card bezeichnet werden müsste.

Auch heute noch kann man mit dieser Karte bargeldlos bezahlen, Geld am Automaten abheben und sich seine Kontoauszüge damit drucken lassen. Als Zahlungsmittel ist die Karte aber mittlerweile zu des Deutschen Liebling geworden. So werden auch kleinste Einkäufe heute mit der EC Karte gezahlt, weil nur noch selten jemand Bargeld mit sich führt.

Grundsätzlich gibt es hierbei zwei Möglichkeiten zum bargeldlosen Zahlen mit EC Karte. Die erste Variante ist das POZ Verfahren. Hierbei wird die Karte selbst in ein Lesegerät eingesteckt, von dem aus die Kontonummer und Bankleitzahl ausgelesen und auf einen Kassenbeleg gedruckt werden. Der Kunde bestätigt dann mit seiner Unterschrift, dass diese Abbuchung in Ordnung geht. Der Vorteil für den Kunden liegt darin, dass er diese Lastschrift noch innerhalb von sechs Wochen zurück buchen lassen kann, sollte doch etwas nicht stimmen. Der Händler profitiert von den niedrigen Kosten für dieses Verfahren. Allerdings muss er dafür auch mit einigen Risiken rechnen. Zum einen wird beim Lesen der Karte nur geprüft, ob diese gesperrt ist. Ob aber das Konto auch eine ausreichende Deckung aufweist, das weiß der Händler nicht. Also kann die Lastschrift unter Umständen auch wieder zurück gegeben werden. Zum anderen muss er sich mit dem Kunden auseinander setzen, um an sein Geld zu kommen, wenn dieser den Betrag wieder zurück buchen lassen hat.

Durch all diese Mängel wurde dieses Verfahren Ende 2006 abgeschafft. Allerdings ist es auch heute noch vielerorts zu finden, wobei auch diese Übergangszeit eines Tages enden wird.

Die andere Variante und damit auch weitaus gebräuchlicher ist das Electronic Cash. Hierbei wird direkt mit Lesen der Karte auch geprüft, ob das Konto ausreichend gedeckt ist. Die Bestätigung der Zahlung erfolgt dabei durch die Eingabe der PIN. Für den Händler ist dieses Verfahren mit höheren Kosten verbunden, allerdings hat er dadurch auch die Möglichkeit, das Konto auf Deckung zu prüfen. Der Nachteil für den Kunden liegt darin, dass er diese Zahlungen nicht mehr zurück buchen lassen kann. Durch die Eingabe der PIN besteht allerdings eine höhere Sicherheit, dass auch nur der Karteninhaber mit der Karte zahlt.
 
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