Samstag, 25. November 2017

Bekommt man ein Auslandspraktikum bezahlt?

Hört man den Begriff Praktikum, so denkt man zunächst einmal an unbezahlte Arbeit über einen begrenzten Zeitraum. Doch gilt dies auch für ein Praktikum im Ausland? Hier ist es meist so, dass das Praktikum sogar mit einer geringen Vergütung einher geht. Sicher ist diese nun nicht sonderlich hoch und man kann nicht wirklich davon leben, aber es soll eben ein kleiner Anreiz für den Praktikanten sein, seine Sache auch entsprechend gut zu machen.

Speziell Studenten absolvieren häufig diverse Praktika im Ausland. In einigen Studienrichtungen sind diese sogar genau festgelegt. Es ist vorgeschrieben, beispielsweise in der Prüfungsordnung des betreffenden Fachs, dass man ein Praktikum im Ausland absolvieren muss. Dabei sind auch die inhaltlichen Belange für dieses genau definiert. Zudem sollte der Student ausreichende Kenntnisse der Sprache vor Ort vorweisen können, um dort ein Praktikum absolvieren zu können.

Ebenfalls muss die Hochschule das Praktikum als geeignet nach der gültigen Prüfungsordnung anerkennen. Werden all diese Voraussetzungen erfüllt und das Praktikum selbst dauert dabei auch mindestens über einen Zeitraum von 12 Wochen an, so kann man auch staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Hier kommt insbesondere das Auslandsbafög in Frage, das jeder Student beantragen kann, der ein solches Praktikum durchführen möchte.

Grundsätzlich muss man für die Gewährung des Auslandsbafög die gleichen Bedingungen wie auch für das normale BaFöG erfüllen. Das heißt die Einkommen des Studenten und seiner Eltern müssen hier auch nochmals überprüft werden. Wichtig ist jedoch, dass man bei der Beantragung als Grund für den Wunsch nach dem Auslandspraktikum keinesfalls nur bessere berufliche Erfolgschancen angibt. Denn in diesen Fällen wird eine staatliche Förderung fast nie erbracht.

Ferner muss man auch belegen, dass man sich in dem betreffenden Land verständigen kann. Wer der örtlichen Sprache hingegen nicht mächtig ist, wird auch keine Förderung erhalten. Es wäre auch fast schon ein Wunder, wenn man in diesen Fällen überhaupt ein Praktikum im Ausland erhalten würde. Denn die örtlichen Arbeitgeber legen natürlich in der Regel auch großen Wert darauf, dass sich der neue Praktikant entsprechend verständigen kann. Andernfalls würde das Praktikum ohnehin nur nach hinten los gehen, da man nichts lernen könnte, wenn man seine Ausbilder oder Betreuer nicht verstehen kann.

Generell ist jedoch jedem ein solches Auslandspraktikum anzuraten. Denn dieses sorgt zum Einen für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt ganz allgemein. Zum anderen kann man dabei auch wertvolle Erfahrungen für das spätere Leben sammeln, die ebenfalls nicht zu verachten sind.
 
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