Sonntag, 20. August 2017

Bonuszertifikate bieten risikobewussten Anlegern Sicherheit

Das Spektrum an strukturierten Produkten, dem Anleger bei der Suche nach rentablen Anlageoptionen gegenüberstehen, hat sich in den vergangen Jahren deutlich ausgeweitet. Nicht nur die Zahl der Emittenten ist deutlich gestiegen, auch die Produktvielfalt hat immense Dimensionen erreicht. Auch sehr komplexe Anlagestrategien sind heutzutage für jedermann erschwinglich. Mit Zertifikaten lässt sich nahezu jede Markterwartung in ein konkretes Investment umsetzten. Auch bietet der Markt strukturierter Investments für jedes nur erdenkliche Risikoprofil eine brauchbare Lösung. Spekulativ orientierte Investoren können über Produkte mit Hebelwirkung überproportional an der Entwicklung der Aktienmärkte partizipieren.

Auch konservative und risikobewusste Anleger kommen voll auf ihre Kosten. Bonuszertifikate beispielsweise ermöglichen das Investment in den Aktienmarkt mit einem eingebauten Risikopuffer. Da gerade in der aktuellen Marktsituation viele Anleger den unmittelbaren Einstieg in den Markt scheuen, soll an dieser Stelle das Bonuszertifikat als Möglichkeit kurz dargestellt werden. Eine solche Konstruktion bezieht sich meist auf einen Aktienindex. Es ist mit einer Laufzeit, einer Barriere sowie einer Kapitalgarantie und einem Bonuslevel versehen. So kann zum Beispiel das Produkt derart ausgestaltet sein, dass am Ende der Laufzeit das einbezahlte Kapital zuzüglich eines Bonus zurückbezahlt wird. Dieser Bonus realisiert in der Regel eine Rendite deutlich oberhalb des Opportunitätszinses. Wie sich der zugrunde liegende Aktienindex während der Laufzeit entwickelt, spielt zunächst keine Rolle. Bewegt er sich beispielsweise überhaupt nicht, wird trotzdem der Bonus bezahlt.

Erfolgt hingegen eine sehr positive Marktentwicklung, partizipiert der Anleger auch über den Bonuslevel hinaus vollständig an der Aktienhausse. Der Investor ist also bei einer moderaten sowie einer sehr starken Performance des Basiswertes immer besser gestellt als bei einem Direktinvestment in den Index. Diesen Komfort bezahlt er in der Regel mit dem Verzicht auf die während der Laufzeit des Zertifikats ausgeschütteten Dividenden. Verliert der Index zu irgendeinem Zeitpunkt der Laufzeit allerdings so stark an Wert, dass er die Sicherheitsbarriere berührt oder unterschreitet , verfällt der Bonusanspruch des Anlegers unwiderruflich und das Zertifikat entspricht fortan einem klassischen Indexzertifikat. Bei einem sehr starken Kursrutsch tritt folglich ein Verlust in der Position ein. Bonuszertifikate stellen eine attraktive Möglichkeit für Anleger dar, die nicht sofort das volle Risiko des Aktienmarktes auf sich nehmen möchten. Vor drastischen Kurseinbußen schützen sie aber auch nicht.
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