Freitag, 22. September 2017

Vergleich von Bundesschatzbrief Typ A und Typ B

Bei Bundesschatzbriefen Typ A und Typ B handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere des Bundes, die nahezu risikolos sind und eine gewinnbringende Geldanlage darstellen. Der Anleger stellt dem Bund einen bestimmten Betrag für eine begrenzte Laufzeit zur Verfügung und verlangt dafür eine angemessene Verzinsung. Hierdurch nimmt der Inhaber von Bundesschatzbriefen die Position des Gläubigers und der Bund die Position des Schuldners ein. Letzterer ist zur Rückzahlung des Anlagebetrages und zur Verzinsung verpflichtet. Auf Grund der guten Bonität des Bundes besteht jedoch hier keine Gefahr, dass den Rückzahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden können. Außerdem unterliegen Bundesschatzbriefe keinen Kursschwankungen, die sich durch Angebot und Nachfrage ergeben, da sie nicht an der Börse gehandelt werden.

Bundesschatzbriefe können entweder im Rahmen des Direkterwerbs über die Finanzagentur des Bundes oder durch Beauftragung eines inländischen Kreditinstitutes bezogen werden. Hierbei besteht lediglich in Bezug auf die Höhe der Mindestanlagesumme und der anfallenden Kosten ein Unterschied. Beim Direkterwerb lautet der Auftrag mindestens über 52€, wohingegen bei der Beauftragung des Kreditinstitutes nur 50€ als Mindestanlage verlangt werden. Ein Anlagehöchstbetrag ist nicht vorgesehen.

Der Direkterwerb bietet den Vorteil, dass de Anleger keinerlei Kosten zu tragen hat, was bei einem Erwerb über die Bank nicht der Fall ist, da hier Provisionen verlangt werden. In jedem Falle werden die Bundesschatzbriefe nicht als effektive Stücke an den Anleger ausgeliefert, sondern als kapitalvertretbare Effekten im Sammelbestand der Girosammelverwahrung aufbewahrt. Die zwei verfügbaren Arten von Bundesschatzbriefen unterscheiden sich lediglich in Bezug auf ihre Verzinsung und die Laufzeit.

Der Bundesschatzbrief Typ A unterliegt einer sechsjährigen Laufzeit, während der zu einem festen Termin jährlich die fälligen Zinsen ausgezahlt werden. Am Ende der Laufzeit wird das ursprünglich angelegte Kapital zum Nennwert zurückgezahlt. Der Bundesschatzbrief Typ B weist eine Laufzeit von sieben Jahren auf und schüttet die erwirtschafteten Zinserträge nicht aus. Sie werden jedes Jahr wieder angelegt wodurch der Anleger von einem Zinseszinseffekt profitiert, was sich in einer höheren Rendite bemerkbar macht. Bei Fälligkeit wird beim Bundesschatzbrief Typ B der angelegte Betrag zuzüglich der angesammelten Zinsen und Zinseszinsen ausgezahlt.

Sowohl bei Typ A als auch bei Typ B erfolgt die Berechnung der Zinsen taggenau.Bei beiden Arten der Bundesschatzbriefe sind spontane Auszahlungen oder Aufstockungen nicht möglich. Allerdings hat der Anleger bei akutem Finanzbedarf nach dem ersten Laufzeitjahr die Möglichkeit, innerhalb von 30 Zinstagen bis zu 5.000€ vorzeitig zurückzuerhalten. Hierfür muss lediglich eine entsprechende Weisung an die Finanzagentur des Bundes gegeben werden.
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