Montag, 20. November 2017

Investitionen in China machen

China, das Reich der Mitte, das Reich der Billiglöhne, ideal zum Investieren - so kennt man die Gespräche über China als Land für Investitionen. Doch ist das auch heute noch immer so? Zugegeben, bis vor einigen Jahren war China das Mekka der deutschen Unternehmen, konnte man doch zu günstigen Konditionen billigste Massenwaren produzieren. Durch die geringen Herstellungskosten konnten diese auch an den Mann gebracht werden. Doch heute haben diese Chance so viele Unternehmen erkannt, dass Konkurrenzdruck in China schier unendlich ist. Dabei haben die Unternehmen auch nicht unbedingt immer auf hochwertige und langlebige Qualität geachtet, nur der Preis hat gezählt.

Durch diesen immensen und starken Konkurrenzdruck, der mittlerweile auch das Land des Lächelns erreicht hat, sollte man die Investitionen in China im Vorfeld auch einmal von der anderen Seite betrachten. Denn man hat nicht mehr die einzigartigen Gelegenheiten, wie sie noch bis vor wenigen Jahren gang und gäbe waren.

Dennoch kann sich natürlich auch heute noch die Investition in China lohnen. Denn das Land weist ein kontinuierliches und auch sehr starkes Wachstum auf. Wenn man es nicht unbedingt nur als Produktionsstandort für den Export nach Europa ansieht, kann man sich auch noch mit Investitionen in China Erfolg haben. Denn allein die enorm hohe Bevölkerungsdichte des Landes sorgt für eine schier unendlich große Zielgruppe, die natürlich auch Bedarf an den unterschiedlichsten Produkten hat. So baut sich durch immer mehr ausländische Unternehmen, die ebenfalls einen Sitz in China errichtet haben, langsam aber sicher auch eine gesunde Mittelschicht auf. Diese wiederum kann natürlich auch für die Firmen vor Ort für einen vermehrten Umsatz sorgen.

Insofern macht es durchaus noch Sinn, in China zu investieren, allerdings eben nur unter bestimmten Umständen und wenn die Gefahren auch nicht unterschätzt werden. Durch die massiven Investitionen aus dem Ausland kommt es ebenfalls zu einer immer stärkeren Kluft zwischen Arm und Reich im Lande. Das sorgt natürlich auch für vermehrte Unruhen in China. Diese können sich ebenfalls negativ auf die Wirtschaft ausüben, auch wenn das Land Informationen hierzu versucht, geheim zu halten.

Für Kleinanleger ist China als Investitionsstandort nur in dem Fall sinnvoll, wenn man mit mehreren Anlegern zusammen dort investiert, zum Beispiel durch einen Fonds. Dabei kann es aber wiederum sinnvoller sein, wenn man sich nicht direkt an Unternehmen im Land beteiligt, denn die indirekte Investition in China, etwa in Rohstoffe, die das Land in Unmengen benötigt, kann dabei sinnvoller sein. Zumal es geplant ist, statt der Dollar-Reserve nun eine zweite Reserve in Rohstoffen anzusparen.
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