Dienstag, 26. September 2017

Bei Aktien möglichst viel Dividende bekommen

Um eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, sollte ein Anleger das Magische Viereck im Auge behalten. Eine Anlage kann immer nur in einer der vier Ecken optimale Ergebnisse aufweisen: Bei der Rendite, bei der Liquidität, bei der Sicherheit oder bei der Besteuerung.

Mit der neuen Abgeltungssteuer am Januar 2009 werden die meisten Kapitalanlagen gleich behandelt, so dass auch eine Aktienanlage keine besonders vorteilhafte oder nachteilige Besteuerung erfährt. Hinsichtlich der Liquidität weist eine Aktie hervorragende Werte auf, weil sie, solange sie börsennotiert ist, in der Regel jederzeit innerhalb von Sekunden veräußert werden kann. Die Rendite kann bei einer Aktienanlage gewaltig sein. Sie setzt sich sogar aus zwei Elementen zusammen, zum einen der mindestens jährlich ausgezahlten Rendite und zum anderen aus eventuellen Kurssteigerungen. Genauso groß kann auch das Risiko sein: Ein Börsencrash reduziert den Aktienwert unter Umständen erheblich und eine Insolvenz des Unternehmens, an dem der Anleger Anteile besitzt, führt zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Ob Kurssteigerungen innerhalb eines überschaubaren Zeitraums für einen bestimmten Aktienwert zu erwarten sind oder nicht lässt sich niemals sicher voraussagen. Wer darauf setzt und vorrangig aus dem Börsenkurs seine Rendite erzielen möchte, muss sich tiefgehendes Grundlagenwissen aneignen und den Wirtschafts- und Finanzmarkt der Anlageregion ständig im Auge behalten.

Eine andere Strategie besteht darin, vor allem aus der Dividende seine Rendite zu erzielen. Jeder Aktionär hat ein Anrecht auf eine Beteiligung am Unternehmensgewinn. Die Leistung eines Unternehmens-Managements wird oft sogar daran bemessen, welche Dividende sie für die Anteilseigener, also die Besitzer des Unternehmens, es erwirtschaften kann. Die Höhe der Dividende wird den Aktionären während der jährlichen Hauptversammlung vorgeschlagen und von ihnen akzeptiert oder diskutiert. Dabei wird ein bestimmter Betrag pro Aktien als Dividende festgelegt. Die Dividendenrendite hängt vom aktuellen Kurwert der Aktie ab. Sie ergibt sich durch die Division der Dividendenzahlung durch den Kurswert und wird in Prozent angegeben. Sie eignet sich gut für einen Vergleich mit anderen Anlageformen.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss ein Anleger die Aktien mindestens einen Tag vor dem Ex-Tag in seinem Depot haben. Der Ex-Tag ist meistens der Tag nach der Hauptversammlung. Unmittelbar nach dem Ex-Tag sinkt der Aktienkurs in der Regel um die Dividendenrendite über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Eine erfolgserprobte Strategie besteht darin, immer ein Jahr lang die zehn besten Dividendentitel des Vorjahres in seinem Depot zu haben und sie im Januar des nächsten Jahres entsprechend neu zusammenzustellen. Wer sich diese Mühe ersparen möchte, kann auch in einen Dividendenfonds investieren.
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