Dienstag, 17. Oktober 2017

Ein Referenzkonto als Verrechnungskonto anlegen

Verbraucher, die bei einer Direktbank ein Tagesgeldkonto eröffnen, bei einer anderen Bank ein Wertpapierdepot, woanders wiederum Festgeld anlegen usw. benötigen immer ein Referenzkonto, das in der Regel das Girokonto ist, dass der Kunde bei seiner Hausbank führt. Lediglich das Girokonto, also das als Referenzkonto bezeichnete Konto, hat eine sogenannte Verrechnungsfunktion. Vom Girokonto aus können Überweisungen veranlasst, Lastschriften gezogen oder Einzugsermächtigungen erteilt werden. Dieses Konto ist für den normalen Zahlungsverkehr notwendig und ist deshalb bei allen anderen Depot- oder Kontoeröffnungen anzugeben. So kann der Inhaber eines Tagesgeldkontos von seinem Referenzkonto Geld auf sein Tagesgeldkonto und wieder zurück überweisen, Inhaber von Depotkonten können Einzahlungen auf ihr Depot zum Wertpapierkauf vornehmen und die Erlöse aus Wertpapierverkäufen wiederum dem Referenzkonto zuführen.

Auch im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Darlehens ist ein Referenzkonto anzugeben, auf das der Kredit überwiesen werden soll und von dem dann später die monatlichen Raten zu zahlen sind. Bei Kreditkartenkonten ist es ähnlich, entweder der offene Betrag aus der Kreditkartenrechnung wird im Lastschriftverfahren vom Referenzkonto abgebucht oder der Karteninhaber überweist den Rechnungsbetrag von seinem Referenzkonto. Es gibt eine Reihe von Kreditkartenunternehmen, die in ihren Geschäftsbedingungen fest verankert haben, dass die Überweisung von dem bekannten Referenzkonto des Karteninhabers erfolgen muss, um Kreditkartenmissbrauch vorzubeugen. Heute sind gerade im Bereich der Tagesgeldkonten einige Banken schon dazu übergegangen zu ihren verzinsten Konten eine passende Kreditkarte zur Verfügung zu stellen, mit der der Kontoinhaber weltweit kostenlos an allen Geldautomaten Bargeld abheben kann, dadurch hat er auch Zugriff auf das Tagesgeldkonto und kann das Referenzkonto umgehen. Im Allgemeinen spricht aber nichts gegen die Führung der verschiedenen Konten und eines Referenzkontos, da im besten Fall für kein Konto irgendwelche Gebühren zu zahlen sind. Wer sich als Verbraucher im Internet informiert der hat die Möglichkeit neben der kostenlosen Führung des Girokontos, also des Referenzkontos auch das Tagesgeldkonto, das Depotkonto, das Festgeldkonto und das Kreditkartenkonto kostenlos zu führen.

Das Internet macht es möglich und alle Geschäfte und Transaktionen lassen sich bequem von zu Hause erledigen, es sind keine langen Wege erforderlich, die Kontoauszüge werden per E-Mail zugestellt, die Kreditkartenabrechnung ebenso und auch auf seine Depotauszüge kann man online zurückgreifen. Damit der Überblick über die verschiedenen Konten nicht verloren geht, ist es allerdings angebracht, dass man privat Ordnung in seinen Unterlagen hat, und die diversen Konten und die damit verbundenen Bedingungen sauber abheftet. Durch regelmäßige Recherchen im Internet lassen sich auch immer wieder neue attraktive Angebote finden, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden. Auf jeden Fall reicht ein Referenzkonto für alle Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge und die anderen Konten sind ganz nach Belieben zu eröffnen oder auch nicht. Vielen älteren Menschen ist das alles suspekt und es gibt auch immer noch viele Verbraucher, die sich davor grundsätzlich scheuen, ihre Geldgeschäfte über das Medium Internet abzuwickeln. Wer die Vorteile einmal für sich entdeckt hat, wird diese Verfahrensweisen jedoch nicht mehr missen wollen. Für den bricht nur eine Welt zusammen, wenn das Internet nicht funktioniert. In solchen Fällen ist es günstig, wenn das Referenzkonto bei einer Bank vor Ort, der sogenannten Hausbank geführt wird.
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