Montag, 25. September 2017

Eine Rechnung auf Englisch schreiben

Schreibt ein deutscher Unternehmer oder eine selbständige Person eine Rechnung auf Englisch, sollte die Rechnung (Invoice) folgende Angaben enthalten:

M. Mustermann, Musterstr. 1, 11111 Musterhausen, Germany (Adresse des Rechnungerstellers)

Mrs.
Beate Beispiel (Adresse des Rechnungsempfängers)
Beispielstr. 1
11111 Musterhausen
Germany



Invoice Invoice number 1
2008/07/01


We delivered the following items:

Quantity Article number Item description Unit price € Total €
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2 1-1111 Outdoor Jacket for women 16,80 € 33,60 €

1 2-2222 Rain Hat 8,39 € 8,39 €
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Net (Netto) 41,99 €

VAT 19 % 7,98 €
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Total amount 49,97 €
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Terms of payment:

10 days 2 % discount or 30 days net

Date of payment until 2008/07/11 = 48,97 €
Date of payment until 2008/07/31 = 49,97 €

Es empfiehlt sich hier unter den Zahlungskonditionen die Bankangaben (bank details), den Geschäftsführer (manager), das zuständige Amtsgericht (local court), die Handelsregisternummer (commercial register number), den Gerichtsstand (place of jurisdiction), die Steuernummer (tax number) und das Finanzamt (local tax office) anzugeben. Die Angabe der Steuernummer ist Pflicht. Bei Auslandsüberweisungen sollten auch die IBAN und Swift/BIC Angaben der Bank mit angegeben werden.

Der Versender der Rechnung muss immer genau darauf achten, in welchem Land sich der Rechnungsempfänger befindet. Bei Rechnungen, wo die Ware in ein europäisches Land verschickt wurde, muss die Umsatzsteueridentifikationsnummer (sales tax identification number) des Rechnungsempfängers angegeben werden. Es wird somit keine Mehrwertsteuer in der Rechnung ausgewiesen. Rechnungen, die aufgrund einer Lieferung oder sonstigen Leistung in ein nicht europäisches Land getätigt wurden, dürfen keine Mehrwertsteuer enthalten.

Der Versender der Rechnung darf nur die Mehrwertsteuer in den Rechnungen ausweisen, wenn er nach dem Umsatzsteuergesetz dazu berechtigt ist. Es muss darauf geachtet werden, ob der Steuersatz 7 % oder 19 % zu betragen hat. Dies hängt von der versendeten Ware ab, denn z.B. Zeitschriften, andere Druckerzeugnisse und manche Lebensmittel haben nur einen Steuersatz von 7 %.

Wird statt 7 % Umsatzsteuer 19 % ausgewiesen, muss der Versender der Rechnung die ausgewiesene Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Wird beispielsweise nur 7 % Umsatzsteuer ausgewiesen, obwohl 19 % hätten ausgewiesen werden müssen, dann müssen trotzdem 19 % Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Der Rechnungsempfänger darf sich, wenn er zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, aber nur den umsatzsteuerrechtlich korrekten Betrag beim Finanzamt zurückholen. Es wäre hierbei ratsam, eine korrigierte Rechnung zu erstellen.
 
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