Samstag, 25. November 2017

Geldanlage in Euro - Zinsen

Wer ein wenig Geld zur Verfügung hat, der wird natürlich auch versuchen, dieses entsprechend gewinnbringend anzulegen. Hierzu stehen den einzelnen Anlegern die verschiedensten Möglichkeiten zur Verfügung. Vom Tagesgeld über das Festgeld bis hin zu Anleihen, Fonds und Aktien ist alles möglich.

Innerhalb der Eurozone werden dabei die Zinsen von der europäischen Zentralbank bestimmt. Dieses wiederum setzt die Zinsen so an, dass sie einer Inflation entgegenwirken sollen. So wird bei steigendem Wachstum, einer Konjunktur, auch der Zins nach oben korrigiert, damit einer Inflation vorgebeugt werden kann. Bei einer Rezession, also einer Flaute der Wirtschaft, hingegen wird der Zins meist gesenkt. Anhand dieses von der Europäischen Zentralbank, kurz EZB, festgelegten Leitzins orientiert sich der gesamte Kapitalmarkt im Euroraum.

Das heißt also, dass man auch bei einer Geldanlage in Österreich oder Italien nicht mehr Zinsen erhält, als in Deutschland, weil sich alle nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank richten. Höhere Zinsen sind üblich, wenn man in Fremdwährungen investiert, weil man hierbei auch das Wechselkursrisiko trägt. Doch da im Euroraum die meisten Geldanlagen sowieso nur in Euro möglich sind, ist diese Variante eher selten anzutreffen.

Man kann hier nur dann von höheren Zinsen profitieren, wenn man höhere Risiken eingeht. Dies ist z. B. bei Fonds der Fall. Insbesondere geschlossene Fonds bieten vergleichsweise hohe Zinsen, weil der Anteilseigner sich auch über einen langfristigen Zeitraum, in der Regel zwischen 10 und 20 Jahren an die jeweilige Anlage bindet. Doch auch hier gilt, das Risiko ist enorm. Geschlossene Fonds für Immobilien oder Schiffe setzen meist nur auf ein einziges Objekt, in welches sie investieren. Dieses kann natürlich Gewinne erwirtschaften, die sich dann auch renditetechnisch äußern. Doch ebenso gut können hierbei Verluste entstehen, die man gleichermaßen zu tragen hat.

Grundsätzlich ist gerade für Kleinanleger von daher eine sichere Geldanlage, die zwar weniger Zinsen, dafür aber auch Sicherheit bietet, sinnvoller. Hierzu gehören vor allen Dingen Tagesgelder und Festgelder. Über erstere kann man dabei täglich verfügen. Die Tagesgeldkonten sind dabei mit einem Sparbuch zu vergleichen, nur dass man hier deutlich höhere Zinsen erhält. Die Festgeldkonten bieten einen noch höheren Zinssatz, was einfach daran liegt, dass die Bank durch die feste Anlage des Geldes besser planen kann.

Der Anleger selbst kann aber auch hier erst nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit auf dieses Geld zugreifen. Sollte er es vorab benötigen, muss er mit weiteren Abschlägen bzw. Kosten und Gebühren rechnen. Beim Festgeld wird der Zins über die Laufzeit festgelegt und orientiert sich an den marktüblichen Zinsen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Beim Tagesgeld hingegen werden die Zinsen entsprechend der aktuellen Marktentwicklungen angepasst.
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