Dienstag, 26. September 2017

Eine Baufinanzierung erhalten

Fast jeder kennt und hat den Traum vom Eigenheim. Doch nur die wenigsten können sich diesen ausschließlich aus eigenen finanziellen Mitteln erfüllen. Daher wird für das Bauvorhaben fast immer eine Baufinanzierung aufgenommen. Diese richtet sich in ihrer Höhe vor allen Dingen nach den möglichen Kosten, die durch das Bauvorhaben entstehen können und nach dem jeweiligen Eigenkapital.

Zum Eigenkapital gehören neben bestehenden finanziellen Mitteln zum Beispiel auch die Eigenleistungen. Wenn also z. B. die Elektroinstallation im neuen Haus selbst durchgeführt wird, stellt dies eine Eigenleistung dar und diese erhöhen somit das Eigenkapital. In der Regel geht man davon aus, dass mindestens 20 % Eigenkapital vorhanden sein sollten, da sich eine Baufinanzierung ansonsten nicht tragen würden. Mittlerweile gibt es aber auch schon einige Kreditinstitute, die Baufinanzierungen auch über 100 % der Gesamtkosten anbieten. Ob dies allerdings sinnvoll ist, bleibt fraglich.

Die übliche Baufinanzierung wird von einer Bank übernommen. Dabei muss diese nicht unbedingt die jeweilige Hausbank sein. Oftmals bieten andere Banken deutlich günstigere Konditionen, mit denen man sehr viel Geld sparen kann. Hierbei kann es sich sowohl um eine Filialbank, als auch um eine Direktbank handeln. Mit letzterer sind vor allem jene Banken gemeint, die nur online bzw. telefonisch vertreten sind und demzufolge keine Filiale vor Ort bieten. Gerade durch diese fehlenden Filialen und die damit verbundenen fehlenden Kosten können hier deutlich günstigere Konditionen angeboten werden.

Voraussetzung für ein solch hohes Darlehen ist immer ein fester Arbeitsplatz, der ein nachhaltiges Einkommen sichert, und zwar in einer angemessenen und ausreichenden Höhe. Dabei ist vor allen Dingen zu beachten, dass man die letzten Gehaltsabrechnungen vorlegen muss und dabei auch angeben muss, welche fixen Ausgaben jeden Monat anstehen. Weiterhin wird die Baufinanzierung meist an die Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch gekoppelt. Ohne diese erhält man die Baufinanzierung fast nie. Die Grundschuld stellt dabei die wichtigste Sicherheit für die Absicherung der Baufinanzierung dar. Kann der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, kann die Bank das Haus zwangsversteigern. Dadurch minimiert sie das Risiko des Kreditausfalls.

Weiterhin sollte man gerade in Phasen niedriger Zinsen, wie sie derzeit herrschen eine möglichst lange Zinsbindungsfrist vereinbaren. Diese kann zwischen 5 und 20 Jahren liegen. Je länger, desto besser. Innerhalb dieser Frist kann der Zinssatz durch die Bank nicht verändert werden. Wohl aber ist der Kreditnehmer nach Ablauf von 10 Jahren berechtigt, das Darlehen zu kündigen und ggf. neue Zinssätze zu verhandeln. Insofern ist die Zinsbindung besonders günstig, wenn die Zinsen gerade niedrig sind, da man dadurch erhebliche Einsparungen erzielen kann.
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