Samstag, 23. September 2017

Welche Möglichkeiten der Studiengebühren Finanzierung gibt es?

Die Einführung der Studiengebühren führte dazu, dass sich weitaus weniger Schulabgänger für ein Studium entschieden, als vor der Einführung der Studiengebühren. Der Grund dafür liegt ganz deutlich darin, dass sich die angespannte wirtschaftliche Situation auch im elterlichen und direkten Umfeld der potentiellen Studenten bemerkbar macht.

Fakt ist, dass sich einfach viele junge Menschen, die gerne studieren möchten, sich ein Hochschulstudium aufgrund der zu leistenden Studiengebühren nicht mehr leisten können. Wer nicht auf eine solide finanzielle Unterstützung von den Eltern hoffen kann, für den ist ein Studium nicht erschwinglich. Die normalen Kosten, die im Studienverlauf anfallen, lassen sich vielleicht noch durch Bafög, elterlichen Unterhalt und Eigenleistung in Form eines Nebenjobs, bestreiten. Die Studiengebühren alleine fressen aber schon einen ganzen Monatsbedarf an Kapital auf. Von was soll man dann noch Studienmaterial kaufen? Und an Kino etc. ist gleich schon gar nicht mehr zu denken.

Die Einführung der Studiengebühren hat für viel Tumult auf den Strassen gesorgt. Hatte man wirklich das Ziel, das Studium nur noch der betuchten Bevölkerung vorzuenthalten? Die Wirtschaft sagt deutlich nein und schnell hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie man von diesem „2-Klassen-Image“ schnell wieder wegkommt. Ein akademisches Studium darf nicht Privileg reicher Leute sein. Aber die Notwendigkeit von Studiengebühren ist einleuchtend, wenn man einen gewissen Qualitätsstandard erreichen und halten möchte. Das Bafög deckt mit Müh und Not den monatlichen Bedarf für den Lebensunterhalt, nicht aber die Studiengebühren selbst. Aus diesem Grund haben einige Banken ein Konzept entwickelt, wie sie jungen Menschen dennoch ein Studium ermöglichen können.

Die Deutsche Bank vergibt zinsgünstige Studentendarlehen. In den ersten Semestern erhält man monatlich nur 250,00 Euro, nach dem Vordiplom dann bis zu 800,00 Euro. Bis zum 30. Lebensjahr erhält man das Girokonto sogar kostenlos und auf Wunsch kann man auch im ersten Jahr eine kostenfreie Visa- oder Mastercard Gold erhalten. Wählt man eine Kreditkarte ohne Teilzahlungsoption, kann man auch einen Dispokredit von 500,00 Euro haben, vorausgesetzt, man hat monatliche Einkünfte von mindestens 250,00 Euro. Die Rückzahlung erfolgt erst ein Jahr nach Studienende. Auch die Dresdner Bank bietet zinsgünstige Studentendarlehen. Sie finanziert sogar einmalige Sonderbedarfe wie beispielsweise einen Auslandsaufenthalt oder die Kosten für die Abschlussarbeit. Mit einem Finanzierungskonzept für Studenten ist auch die KfW-Bank am Markt.

Des Weiteren gibt es verschiedene Fonds, die bedürftigen Studenten mit günstigen Darlehen unter die Arme greifen. Hier muss man allerdings schon eine gewisse Zeit studiert haben und hervorragende Leistungen erbracht oder sich sozial engagiert haben. Das Selbe gilt für Stipendien aus verschiedenen Stiftungen. Hier benötigt man in der Regel eine Empfehlung eines Professors. Bei konfessionellen Stiftungen wird die Zugehörigkeit zur entsprechenden Kirche und ehrenamtliches Engagement verlangt.
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