Sonntag, 24. September 2017

Müllgebühren sparen - Haushaltskasse entlasten

Den Müll zu trennen, sollte eigentlich in jedem Haushalt alleine aus ökologischen Gründen stattfinden. Doch nicht nur der Umwelt zuliebe, macht Mülltrennung Sinn: mit einer sinkenden Menge Restmüll verringern sich auch die vom Haushalt zu zahlenden Müllgebühren, und das wiederum entlastet die Haushaltskasse. Wer alleine mit dem Mülltrennen nicht zurecht kommt, findet massenhaft Hilfestellung.

Wie wirtschaftlich eine sorgfältige Mülltrennung ist, zeigt folgendes Beispiel: ein Gemeinschaftswohnprojekt mit 20 Bewohnern zahlt pro Jahr 423 Euro bzw. 21 Euro Müllgebühren pro Kopf. Sie benötigen eine 120 Liter Restmüll Tonne pro Woche, der Rest kommt auf den Komposthaufen, in die gelbe und die blaue Tonne - würden die 20 Personen ihren Müll weniger gut trennen, lägen sie bei 780 Euro Kosten pro Jahr.

Das Sagen über den Müll haben übrigens die Kommunen. Sie entscheiden, ob die Bürger Papiertonnen, gelbe Tonnen, Glastonnen und Biotonnen erhalten, oder ob die Materialien, die in die fehlenden Tonnen sortiert werden müssten, von den Bewohnern zu öffentlichen Abfallcontainern gebracht werden. Damit wird den Bürgern in gewisser Weise auch ein wenig ihr Verhalten bei der Mülltrennung diktiert: wohne ich zu weit vom Wertstoffhof oder den aufgestellten Containern der Kommune entfernt, ist es wahrscheinlicher, dass ich Pappe und Papier oder Ähnliches ebenso in den Restmüll schmeiße, wie leere Glasflaschen.

Manche Kommunen gehen jedoch mit gutem Beispiel voran: alle Tonnen, außer der Restmülltonne, sind in Städten wie Frankfurt am Main, Köln oder Bremen kostenlos. Doch auch die Kosten für die graue Tonne, also die Tonne für den Restmüll, ist je nach Stadt stark unterschiedlich: in Berlin werden für eine 1100 Liter Tonne Restmüll bei wöchentlicher Abholung 1215 Euro fällig, in Hamburg 1294 Euro, in München 2331 Euro, in Köln 2761 Euro, in Frankfurt am Main 2582 Euro, in Stuttgart 2611 Euro, in Dortmund 2809 Euro, in Essen 2552 Euro, in Düsseldorf 3505 Euro und in Bremen 1685 Euro (Zahlen gemäß Stiftung Finanztest).

Um nun konkret mit Hilfe von Mülltrennung bzw. einfach einer durchdachten Müllwirtschaft Geld zu sparen, sollten Bürger prüfen, um wie viel günstiger die Tonnen im Vergleich zur grauen Tonne sind. Sind sie kostenlos, ist natürlich auch das Einsparpotential höher. Wichtig ist auch die Abholfrequenz: meistens ist es billiger, den Müll alle 14 Tage holen zu lassen und dafür eine leicht größere Tonne zur ordern, als auf wöchentliche Abholung bei kleinerer Mülltonne zu bestehen. Bürger, die ihre Tonnen bis an die Straße ziehen, sparen die eventuellen Aufschläge, die recht viele Kommunen erheben, wenn die Müllabfuhr die Tonne erst aus dem Hof oder einem offenen Verschlag holen muss. Bei Unsicherheiten bezüglich der Mülltrennung sollten Verbraucher eine der vielen kostenlosen Sortierhilfen im Internet in Anspruch nehmen.
 
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