Donnerstag, 23. November 2017

Geldanlage in Fonds

Durch den Erwerb von Fonds Anteilen haben auch Anleger mit einem doch eher kleineren Anlagevermögen die Möglichkeit, von verschiedenen Anlagestrategien zu profitieren, die sie als Einzelperson kaum realisieren könnten. Ziel von Aktienfonds ist es, das Anlagevermögen breit zu streuen, um auch bei schwächelnden Märkten oder bei Insolvenz einzelner Unternehmen das Anlagevermögen zu sichern und den Börsenwert der Einlagen zu erhöhen.

So können zum Beispiel Aktienfonds in der Regel mehrere Aktiengesellschaften eines bestimmten Index, eines Landes, eines Währungsraums abdecken oder sich beispielsweise auf Schwellenländer beziehen. Bestimmte Fonds versuchen, vorrangig dividendenstarke Unternehmen oder aussichtsreiche SmallCaps zu umfassen und abzudecken. Mit Fonds können aber oft auch bestimmte Branchen, zum Beispiel Technologiewerte, oder den Rohstoff- oder Edelmetallbereich abgedeckt werden.

Voraussetzung ist immer, auch innerhalb einer bestimmten Anlageklasse eine möglichst breite Diversifizierung zu gewährleisten. Einige Geldinstitute emittieren so genannte Dachfonds, die sich aus Einzelfonds zusammensetzen und damit eine noch größere Sicherheit gegen Wertverlust bieten sollen.

Ein grundlegendes Unterscheidungsmerkmal von Aktienfonds ist die Behandlung der Dividenden. Ausschüttende Fonds überweisen die Dividenden, die von den Unternehmen, in die der Fonds investiert hat, erwirtschaftet haben, in der Regel zum Jahreswechsel an die Anleger. Thesaurierende Fonds investieren die Erträge grundsätzlich wieder in neue Fondsanteile. Allein schon aus steuerlicher Sicht werden thesaurierende Fonds als vorteilhafter angesehen.

Die Emittenten von Aktienfonds sind in der Regel private Kreditinstitute. Jeder Fonds wird von einem Fondmanager verwaltet, der bestimmt, in welche Märkte und Unternehmen investiert wird und auch die Verantwortung für die Wertentwicklung des Fonds übernimmt. Ziel ist es, den Fonds stärker wachsen zu lassen als einen vergleichbaren Index. Unabhängige Rating-Agenturen bewerten regelmäßig die auf dem Markt verfügbaren Aktienfonds auf einer speziellen Skala.

Aus Anlegersicht besteht ein großer Vorteil von Aktienfonds, vor allem im Vergleich zu Zertifikaten, darin, dass das Anlagevermögen unabhängig vom Kapital des emittierenden Institutes verwaltet wird. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten erhalten die Anleger ihre vollen Anlagebeträge zurück.

Entscheidender Nachteil gegenüber den meisten anderen Anlageformen sind jedoch die hohen Fonds-Gebühren. Die können für jeden erworbenen Anteil bis zu 6% betragen. Bei Dachfonds liegen sie noch höher, auch wenn sie nicht direkt ausgewiesen werden. Da Aktienfonds als langfristige Anlage konzipiert sind, kann sich ein Anleger schnell ausrechnen, welchen Verlust 6% Gebühren bei regelmäßigen Fondsanteilskäufen darstellen. Viele Studien haben gezeigt, dass sich nur wenige Fonds auf lange Sicht besser entwickeln als der zu Grunde liegende Index.

Eine Investition in Aktienfonds empfiehlt sich vor allem für Anleger, die sich selbst keinen aktiven Aktienhandel zutrauen, aber auf lange Sicht ein sicheres Investment mit der Möglichkeit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung anstreben.
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