Dienstag, 19. September 2017

Was ist eine günstige Geldanlage?

Bei der Bewertung einer Geldanlage sollte man drei Kernpunkte immer im Augenschein nehmen: die Anlegedauer, die Rendite und das zu kalkulierende Risiko. Außerdem gilt folgende Regel für jegliche Anlageform: Je geringer das Risiko, umso geringer ist die zu erwartende Rendite und umgekehrt. Die risikoloseste Geldanlagemöglichkeit bieten auf jeden Fall Bundesanleihen. Salopp formuliert wird hierbei dem jeweiligen Land von dem Anleger Geld geliehen, das er bei dem Verkauf dieser Bundesanleihen wieder zurück erhält. Hierbei ist als Risiko lediglich das Inflationsrisiko des jeweiligen Landes einzubeziehen, allerdings ist auch die Gewinnspanne nur sehr klein.

Eine weitere Form der Anlagemöglichkeit ist ein Tagesgeldkonto, welches den Vorteil hat, dass der Kunde jederzeit an sein Geld herankommt und doch mehr Zinsen erhält als auf einem normalen Girokonto, allerdings auch weniger als bei einer Festgeldanlage. Die Zinshöhe beträgt je nach Bankinstitut zwischen 4-5%.

Die nächst riskantere Anlagestrategie wären Festgeldanlagen. Diese haben den Vorteil, dass es nur ein relativ geringes Risiko gibt. Nachteilig wirken sich allerdings der lange Anlagezeitraum und die Verbindlichkeit dieser aus. Der Anlagezeitraum reicht je nach Bank von einem bis zu fünf Jahren. Die Festschreibung der Zinsen kann sich hierbei sowohl nachteilig, nämlich bei einem Anstieg der Zinsen, als auch vorteilhaft, bei einer Senkung der Zinsen, auswirken. Die Festgeldanlagen können meist mit einem Wert von 2,5000€, je nach Geldinstitut beginnen, wobei aufsteigend keine Grenzen gesetzt sind. Hierbei ist eine zu große Anlagezeit nicht ratsam, da unbedingt darauf geachtet werden muss, noch genügend flüssige Finanzmittel zur Verfügung zu haben.

Eine bereits riskantere Anlageform stellen Aktienfonds dar. Diese setzen sich aus Aktien von gewissen Branchen oder verschiedenen Ländern zusammen oder werden willkürlich zusammengestellt. Der Vorteil dieser Fonds besteht darin das sich das Risiko von Kursschwankungen durch die breite Streuung der Aktien relativ minimieren lässt und sie so gegen kleinere Kursverluste abgesichert sind. Allerdings besteht hierbei trotzdem ein größeres Risiko als bei den oben genannten Anlageformen, da niemand mit Sicherheit sagen kann, wie sich die Börse in den folgenden Wochen oder Monaten verhalten wird. Hier reicht meist ein kleinerer monatlicher Betrag ab 50€ im Monat aus, um mit dem so genannten Fondsparen beginnen zu können.

Die letzte Anlageform, die ich aufführen möchte, sind die Aktien. Diese stellen mit Abstand die Variante mit dem größten Risiko, aber auch den größten Gewinnchancen dar. Allerdings kann man auch bei diesen zwischen der sicheren Variante, beispielsweise dem Handel mit traditionellen Werten, oder der Maximalgewinn versprechenden Variante, zum Beispiel TecDax Aktien oder Neuemissionen. Zudem muss man sich bereits im Vorfeld über die jeweiligen Brokerkosten und Börsenkosten informieren. Das handeln mit Aktien sollte ein Laie definitiv nicht selbst versuchen, sondern einen Profi überlassen, da hierfür eine Fülle an Fachwissen erforderlich ist. Zu dem lohnt sich das handeln mit Aktien erst ab einem Betrag von mindestens 1000€.
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