Dienstag, 26. September 2017

In Österreich Geld anlegen

Viele Menschen denken nach wie vor darüber nach, wie und wo sie ihr Geld am sinnvollsten anlegen können. Dabei kommt man oftmals auf die Idee, seine Gelder im Ausland anzulegen, um sie vor der doch massiven Steuerbelastung in Deutschland zu schützen. War früher noch das Schweizer Nummernkonto das Non-Plus-Ultra für die meisten, ist dessen Anonymität bereits seit Jahren nicht mehr gegeben. Denn seit dem Jahr 2004 müssen alle Überweisungen auf bzw. von diesem Konto auch mit einem Namen versehen werden. Die Anonymität des berühmt-berüchtigten Schweizer Nummernkontos ist also beim bargeldlosen Zahlungsverkehr nicht mehr gegeben.

Viele Anleger orientieren sich deshalb neu - und zwar in Richtung Österreich. Die Österreicher Banken bieten ein Geheimkonto, welches noch völlig anonym geführt werden kann. Bei der Kontoeröffnung wird zwar die Legitimation mittels Personalausweis verlangt, jedoch werden die hier gemachten Daten nicht in einer EDV-Anlage gespeichert, sondern vielmehr im Banksafe verwahrt. Die Überweisungen, Einzahlungen und Auszahlungen sind dann durch einen Fingerabdruck möglich. Mittels diesem kann man sich identifizieren. Die Unterschrift kann auch mit einem Pseudonym erfolgen, sodass hier keine Rückschlüsse auf die wahre Identität des Kontoinhabers gezogen werden können.

Besonders sinnvoll ist diese Geldanlage in Österreich für alle jene Menschen, die ihr Vermögen vor dem Ex-Ehepartner oder auch bei Insolvenz schützen wollen. Damit das Konto und das hierauf vorhandene Geld allerdings auch wirklich vor dem Wissen anderer geschützt bleibt, sollte man dieses in bar einzahlen. Dafür wird eine Reise nach Österreich nötig, die man aber auch mit einem Urlaub verbinden kann. Wichtig ist es dabei, nicht zu große Summen in bar auszuführen, da man andernfalls einen genauen Verwendungszweck beim Zoll angeben muss. Würde man das Geld direkt nach Österreich überweisen, so hat auch das Finanzamt immer eine Spur und kann das Vorhandensein des Geldes nachweisen. Somit muss man dieses auch versteuern und es kann bei Zahlungsunfähigkeit usw. angegriffen werden.

Genau dies gilt es jedoch, mit der Geldanlage in Österreich zu vermeiden. Die Auftragserteilung von Überweisungen kann hier aber ebenfalls telefonisch geschehen - hierfür benötigt man ein Kennwort, sowie die PIN für das Konto. Andernfalls kann die Überweisung vor Ort mit der Pseudonym-Unterschrift und dem Fingerabdruck getätigt werden. Schwierig wird es allerdings, wenn der Kontoinhaber verstirbt und niemand das Kennwort zum Konto kennt. Dann werden diese Konten oft noch über Jahre hinweg verwaltet und für die rechtmäßigen Erben besteht keinerlei Chance an die Gelder heran zu kommen. Insofern sollte der Kontoinhaber zumindest den nächsten Angehörigen das Kennwort anvertrauen, damit diese im Ernstfall auch über die angelegten Gelder verfügen können.
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