Donnerstag, 23. November 2017

In eine steueroptimierte Geldanlage investieren

Bei einer steueroptimierten Geldanlage muss der Anleger darauf verzichten, dass er mit festen Zinseinnahmen rechnen kann. Denn die Zinsen werden, sobald der Freistellungsauftrag erschöpft ist, derzeit noch mit einer 30-prozentigen Zinsabschlagsteuer und 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag versteuert. Steueroptimierte Geldanlagen sind Anlagen, bei denen die Gewinne zumindest bis zu einem bestimmten Prozentsatz steuerfrei realisiert werden können. Zu solchen Geldanlagen zählen die Aktien und auch die Aktienfonds. Wenn zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Aktien oder Fondsanteile über ein Jahr liegt, dann können die damit erzielten Kursgewinne vollkommen steuerfrei realisiert werden.

Das Ganze ist allerdings nur noch bis zum Ende des Jahres 2008 möglich, denn ab 01. Januar 2009 kommt die Abgeltungssteuer. Mit Einführung der Abgeltungssteuer entfällt die bisherige Spekulationsfrist von einem Jahr und dann müssen auch Kursgewinne versteuert werden. Die Abgeltungssteuer beträgt dann einheitlich 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Anleger, die diese Variante der steueroptimierten Geldanlage noch nutzen wollen, müssen die Aktien und/oder die Fondsanteile noch in diesem Jahr erwerben.

Doch vor übereiltem Handeln wird gewarnt, da beide Produkte das Risiko der Kursschwankungen bergen, wer dieses verkleinern will, muss seinen Anlagehorizont auf mindestens 10 Jahre, noch besser ist es noch länger ausweiten

Eine andere Möglichkeit, Steuern zu optimieren, geben die so genannten niedrig verzinslichen Wertpapiere oder Investmentfonds, die diese für die Anlagen nutzen. Das Risiko ist bedeutend kleiner als bei Aktien oder Aktienfonds, weil sie einen festen Zins bieten, der jedoch im Verhältnis zum aktuellen Zins am Markt eher klein ist. Der Kurs dieser Wertpapiere liegt meistens unter dem Ausgabewert, aber die garantierte Rückzahlung von 100 Prozent ist gewährleistet. So kann der Sparer schon beim Kauf der Wertpapiere mit seiner Rendite rechnen, die aber kaum größer ist, als die Rendite die mit Festgeldanlagen erzielt werden kann. Versteuert werden muss bei diesen Anlagen nur der geringe Zins, die Kursgewinne sind noch bis zum Jahresende steuerfrei.

Andere steueroptimierten Geldanlagen sind Immobilienfonds. Bei diesen Fonds können bis zu 50 Prozent der Ausschüttungen steuerfrei kassiert werden. Und letztlich sind noch die geschlossen Fonds zu erwähnen.

Interessant werden alle steueroptimierten Produkte besonders für Anleger, die ihre Freibeträge vollkommen ausgeschöpft haben und die ohnehin schon vermögend sind. Sparer und Anleger, die von ihrem Kapital so wenig wie möglich an den Fiskus geben möchten und an steueroptimierten Geldanlagen Interesse haben, sollten sich am besten von einem unabhängigen Finanzberater oder ihrem Steuerberater beraten lassen. Denn gerade steueroptimierte Geldanlagen mit gewissem Kursrisiko sind nicht jedermanns Sache.
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