Freitag, 24. November 2017

Was zählt als top Geldanlage?

Geldanlagen sind immer durch drei bestimmende Faktoren gekennzeichnet. Das Risiko, die Rendite und die Laufzeit. Die wichtigsten Formen der Geldanlage sind Sparanlagen bei Banken, Anleihen von Staaten oder Unternehmen, Aktien bzw. direkte Investitionen in Unternehmen, Rohstoffe und Derivate sowie Immobilien. Diese Anlageformen werden auch als Assetklassen bezeichnet. Fonds bündeln und verwalten mehrere kleine Investitionen und investieren wiederum selber in diese Assetklassen.

Für den Aufwand wird der Fondsmanager mit einer Verwaltungsgebühr entschädigt, der die Rendite der Anlage mindert. Auf der anderen Seite kann ein Fonds oftmals breiter und in verschiedene Anlageprodukte investieren. Das Risiko der Einzelanlage wird so stärker gestreut und das Gesamtrisiko sinkt.

Sparanlagen und Anleihen zeichnen sich durch einen zum Anlagebeginn bekannten Zahlungsstrom in der Zukunft aus. Die zu erwartende Rendite ist also leicht zu bestimmen. Das Risiko bei den verschiedenen Formen der Sparanlage und Anleihen unterscheidet sich jedoch erheblich. Entscheidend ist die Bonität der Bank bei der die Sparanlage getätigt wird, bzw. die Bonität des Staates oder Unternehmens das eine Anleihe herausgegeben hat. Sparanlagen bei Banken (wie etwa Tagesgeld) sind in der Regel durch Einlagensicherungsfonds geschützt. Diese Einlagensicherungsfonds funktionieren wie eine Versicherung. Geht eine Bank pleite, so springt der Fonds ein und sichert die Auszahlung der Kundengelder.

Anleihen (engl. Bonds) sind oftmals durch Ratingagenturen für ihre Bonität bewertet. So haben beispielsweise Anleihen der Bundesrepublik Deutschland eine Bonitätseinstufung von AAA, also dem höchsten Rating. Die Gefahr, dass ein AAA bewerteter Anleihenemittent zahlungsunfähig wird, ist von der Ratingagentur als äußerst gering eingestuft. Anleihen eines Unternehmens das kurz vor der Insolvenz steht werden hingegen mit CCC bewertet. Hier ist die Gefahr eines Zahlungsausfalls sehr groß.

Aktien oder direkte Investitionen in Unternehmen (private equity) haben einen unsicheren zukünftigen Zahlungsstrom. Er hängt ab vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens in das investiert wurde. Beim Aktienkauf steht der erwartete Kursgewinn im Vordergrund der Anlageüberlegung. Die Dividendenausschüttungen sind oft nur von untergeordneter Bedeutung bei der Investitionsentscheidung. Bei Private Equity Investitionen ist ebenfalls der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens der wertschöpfende Faktor.

Allerdings sind diese Eigenkapitalinvestitionen in der Praxis langfristiger Natur, so dass hier ein größeres Interesse an Gewinnausschüttungen des Unternehmens besteht. Das Risiko einer solchen Unternehmensinvestition liegt in einem wirtschaftlichen Misserfolg des Unternehmens, bzw. der Gefahr, dass Aktienkurse sinken und zu einem niedrigeren Kurs als dem Einkaufskurs verkauft werden muss.

Rohstoff und Derivateinvestitionen sind spekulativer Natur. Hier wird ganz auf eine Kursbewegung gesetzt, die möglichst schnell erfolgen soll. Die erwartete Rendite ist noch schwerer vorherzusagen. Das Risiko ist in den meisten Fällen größer, da Rohstoff- und Derivateinvestitionen oftmals einen (impliziten) Kredithebel verwenden. Kursschwankungen sich dadurch stärker auf die Eigenkapitalposition des Investors auswirken.
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