Sonntag, 24. September 2017

Handyverträge als kostenlose Darlehen

Im Bankenbereich muss man für einen Kredit natürlich immer Zinsen zahlen, weil die Banken auch von diesen Zinseinnahmen leben. Je nach Kreditart liegt der Zinssatz für die Inanspruchnahme von Darlehen bei bis zu 13 oder 14 Prozent. Benötigt man kleinere Darlehenssummen von bis zu 1.000 Euro, dann steht für diese recht geringen Summen meistens kein Ratenkredit zur Verfügung, sodass man die relativ teure Kontoüberziehung, also letztendlich den Dispokredit, in Anspruch nehmen muss.

Es gibt aber noch eine extrem günstige Alternative zum Bankkredit, an die man sicherlich zunächst überhaupt nicht denkt. Die Alternative heißt: Abschluss eines Handyvertrages, denn Handyverträge können als kostenlose Darlehen genutzt werden. Wie aber funktioniert das und inwiefern erhält man durch den Abschluss eines neuen Handyvertrages einen kostenlosen Kredit? Natürlich ist nicht jeder Handyvertrag dafür geeignet, diesen als kostenloses Darlehen zu nutzen, sondern nur bestimmte Verträge, die besondere Angebote beinhalten. Sicherlich bekannt ist den meisten Verbrauchern, dass viele Anbieter von Mobilfunkverträgen zum Handyvertrag noch ein kostenloses Handy, ein Gesprächsguthaben oder andere Sachwerte wie Fernseher oder Laptops kostenlos bei Abschluss des Vertrages hinzu geben.

Neben den Sachwerten gibt es in letzter Zeit auch verstärkt Anbieter, die bei Abschluss des Vertrages eine Auszahlung der Grundgebühren für die gesamte Vertragslaufzeit, meistens 24 Monate, als „Lockmittel“ nutzen. Ist der Vertrag also mit einer monatlichen Grundgebühr von beispielsweise 19,95 Euro ausgestattet, so erhält der Kunde in der Regel bis zu einem Monat nach Abschluss des Vertrages eine volle Auszahlung bzw. Kontoüberweisung der Grundgebühren für zwei Jahre, demnach im Beispiel rund 500 Euro. Man erhält also bei Abschluss des Vertrages 500 Euro und zahlt diesen Betrag quasi indirekt in Form der monatlichen Grundgebühr an das Mobilfunkunternehmen zurück. Auch wenn dieser Vorgang natürlich nicht als Darlehen gedacht ist, so stellt diese Konstruktion im Grunde nichts anderes als eine Kreditnutzung dar, und das völlig ohne Zinsen.

Ein günstigeres Darlehen wird man kaum finden. Nachteile gibt es bei dieser Art von „Kreditaufnahme“ auch nicht, im Gegenteil. Zwar wird in der Regel die Schufa überprüft, aber ein Einkommensnachweis ist sehr unüblich, ganz im Gegensatz zu einem Bankkredit. Ein kleiner Nachteil besteht zwar darin, dass diese Sonderangebote mit der Auszahlung meistens maximal eine Summe von 800 Euro beinhalten und somit auf diese Weise nur kleinere Anschaffungen finanziert werden können. Aber da es mehrere Anbieter in diesem Bereich gibt, kann man insoweit Handyverträge als kostenlose Darlehen in der Summe nutzen, als dass man beim Abschluss mehrere Verträge dieser Art durchaus an eine Gesamtsumme von rund 2.000 Euro gelangen kann.
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