Dienstag, 19. September 2017

Hypothek für ein Haus aufnehmen

Das Hypothekendarlehen ist nach wie vor einer der wichtigsten Bausteine für eine erfolgreiche Baufinanzierung. Deshalb wird es auch als häufigste Variante für diese eingesetzt. Der Vorteil liegt darin, dass als Sicherheit das Pfandrecht auf das Haus oder die Wohnung, welches im Grundbuch eingetragen wird, neben einer ausreichenden Bonität und einem regelmäßigen Einkommen völlig ausreicht. Dabei erhält der Darlehensnehmer also recht einfach eine Hypothek. Allerdings wird eine Hypothek zu günstigen Konditionen nur für einen gewissen Teilwert des Hauses gewährt. In der Regel geht man hier von etwa 60 Prozent des Beleihungswertes aus.

Diese Hypotheken werden dann zu besonders günstigen Zinssätzen gewährt, einfach aus dem Grunde, weil sie als erstrangige Hypothek gelten. Sie werden im Grundbuch also im ersten Rang eingetragen. Das wiederum bedeutet, kann der Darlehensnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und es kommt zu einer Zwangsversteigerung, so kann man davon ausgehen, dass der Gläubiger, der erstrangig eingetragen ist, auch als erstes aus den Erlösen bedient wird. Da aber hierbei zum Beispiel die Erlöse meist nicht ausreichen, um alle Forderungen entsprechend abdecken zu können, wird derjenige Darlehensgeber, der im zweiten Rang eingetragen ist, auch leer ausgehen.

Die Banken vergeben deshalb erstrangige Hypotheken nur bis zu einem Beleihungswert von 60 Prozent, da sie sich damit entsprechend absichern können. Denn diese Erlöse bei einer Zwangsversteigerung sind durchaus möglich. Alles, was darüber liegt, wird in Form einer zweitrangigen Hypothek ausgegeben oder es wird eine Mischform angeboten. Bei der zweitrangigen Hypothek steigen die Zinsen, die man an die Bank zahlen muss, leicht um etwa ein bis drei Prozent an. Bei der Mischform ist ein geringerer Zinsaufschlag die Regel. Jedoch muss man dabei stets bedenken, dass eine Baufinanzierung sich nicht nur um ein paar Tausend Euro dreht, sondern dass es hier meist um mehrere Hunderttausend Euro geht. Dabei können Zinsaufschläge von minimalem Wert schon einige Tausend Euro Mehrkosten verursachen, betrachtet man sich die Finanzierung einmal über die gesamte Laufzeit.

Grundsätzlich sollten Hypotheken auch miteinander verglichen werden, bevor man sich für eine bestimmte entscheidet. Denn nur so kann man das für sich selbst günstigste Angebot auch tatsächlich finden. Die Zinssätze und auch andere Kosten variieren dabei je nach Bank doch in einem beträchtlichen Maße, welches man nicht außer Acht lassen sollte. Insofern ist es hier also wichtig, dass man auch gut vergleicht, bevor man sich endgültig entscheidet. Die Internet Vergleichsrechner können dabei einen ersten Anhaltspunkt bieten. Allerdings sollte man dennoch auch ein persönliches Angebot anfordern, um einen konkreten Vergleich zu erhalten.
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