Sonntag, 24. September 2017

Zu erwartende Zinsen beim Hauskauf

Fast jeder Mensch träumt heute vom Eigenheim. Dieses zu kaufen, dafür fehlen aber in den meisten Fällen die finanziellen Mittel. Das heißt, dass fast immer auch ein entsprechendes Darlehen mit aufgenommen werden muss, um den Hauskauf dann auch tatsächlich zu finanzieren. Doch auch bei der Finanzierung des Eigenheims gilt es, einiges zu beachten.

An erster Stelle steht dabei natürlich der umfassende Vergleich mehrerer Angebote. Denn diese unterscheiden sich teils erheblich voneinander. Insbesondere bei den Zinssätzen treten hierbei enorme Unterschiede auf. Die meisten Kreditinstitute werben mit verlockend klingenden niedrigen Zinsen, doch damit ist meist nur der nominale Zinssatz gemeint. Schaut man sich den effektiven Zinssatz an, also den, in dem auch sämtliche Kosten wie Provisionen und Gebühren enthalten sind, sieht die Sache oft schon ganz anders aus. In der Regel kann man von Finanzierungskosten in Höhe von etwa sieben bis acht Prozent der Finanzierungssumme ausgehen.

Doch die Zinssätze unterscheiden sich nicht nur zwischen den einzelnen Kreditinstituten, sondern auch nach anderen Faktoren. Wer z. B. über ein sehr hohes und zudem besonders sicheres Einkommen verfügt, der wird dafür oft auch mit geringeren Zinssätzen belohnt. Dies ist vorrangig bei Beamten der Fall, die doch vergleichsweise sicher in ihrer finanziellen Situation da stehen. Auch die berufliche Tätigkeit oder wie lange man bereits beim aktuellen Arbeitgeber beschäftigt ist, spielt zum Teil eine Rolle bei der Verhandlung der Konditionen. Ebenfalls werden oft geringere Zinsen fällig, wenn man über ein vergleichsweise hohes Eigenkapital verfügt. Kreditinstitute, die den Hauskauf zu 100 % finanzieren, belasten ihre Kunden hingegen oft auch mit sehr hohen Zinsen.

Grundsätzlich sollte man sich nach einem Baudarlehen aber auch nicht nur bei den Banken umschauen. Auch von der Bausparkasse erhält man ein Darlehen auf den vorhandenen Bausparvertrag. Diese Darlehen sind oftmals sehr günstig erhältlich. Allerdings ist dies zur Zeit wohl eher weniger von Bedeutung, da das allgemeine Marktzinsniveau ohnehin relativ gering liegt.

Neben der Hausbank erhält man günstige Finanzierungen für den Hausbau auch bei den so genannten Direktbanken. Diese Banken sind fast ausschließlich über das Internet tätig. Eine Kontaktaufnahme ist meist nur via Telefon, E-Mail oder Fax möglich. Durch diese schlanke Verwaltung und deutlich weniger Geschäftsstellen, als „normale“ Banken, sparen die Direktbanken auch jede Menge Kosten ein und können somit diesen Vorteil in Form von niedrigeren Zinsen an ihre Kunden weiter geben.

Als erster Vergleich ist ein Kreditrechner im Internet zu empfehlen. Nach Angabe der wichtigsten Daten, wie etwa gesamte zu finanzierende Summe, Laufzeit oder monatliche Rate, erhält man eine Aufstellung mit Angeboten verschiedener Banken. Diese kann man dann noch einmal in aller Ruhe vergleichen und ein verbindliches Angebot bei ihnen anfordern. Denn auch hier können sich noch Unterschiede zu den errechneten Kosten ergeben, die aufgrund eines zu geringen oder zu unsicheren Einkommens zustande kommen können.
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