Freitag, 22. September 2017

Etwas in Zahlung geben

Etwas in Zahlung zu geben bedeutet beim Neukauf eines Objekts ein anderes Objekt aus dem eigenen Besitz - und in der Regel auch von derselben oder einer ähnlichen Sorte - dem Verkäufer zu übergeben. Dabei wird dessen aktueller Wert auf den Verkaufspreis der Neuerwerbung angerechnet.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel: Herr A. möchte ein neues Auto kaufen. Er besitzt bereits einen Gebrauchtwagen. Nun geht er zum Autohändler Herrn B. und interessiert sich dort für einen Neuwagen zum Preis von 30.000 €. Herr B. wiederum hat Interesse am Gebrauchtwagen von Herrn A. Darauf hin bietet Herr B. Herrn A. an den Gebrauchtwagen - beim Kauf eines Neuwagens - für 5.000 € in Zahlung zu nehmen. D.h. Herr A. bekommt den gewünschten Neuwagen und bezahlt statt der ursprünglichen 30.000 € nur noch 25.000 € an Herrn B. Im Gegenzug überlässt dafür Herr A. seinen Gebrauchtwagen Herrn B.

Für den Kunden stellt sich in der Regel die Frage: rentiert es sich etwas in Zahlung zu geben oder nicht? Die Antwort auf diese Frage hängt ganz von der jeweiligen Ausgangssituation ab. Gibt man etwas bei einem Händler in Zahlung, dann muss dieser den entsprechenden Gegenstand in der Regel erst einmal eine Zeit lang lagern, bevor er ihn weiterverkaufen kann. Im Fall unseres Beispiels, des Gebrauchtwagens, bedeutet das, er braucht einen Standplatz. Außerdem muss er erst eventuelle Mängel ausbessern, ehe er den Gegenstand veräußern kann. Des Weiteren geht der Händler das Risiko ein, dass er auf dem in Zahlung genommenen Gegenstand sitzen bleibt.

Aus diesen und zahlreichen weiteren, vom speziellen Gegenstand abhängigen, Gründen ist daher der Betrag, für den etwas in Zahlung genommen wird, fast immer deutlich niedriger als der Preis, den man beim privaten Verkauf erzielt.

Andererseits erspart sich der Käufer durch das "in Zahlung geben" die Arbeit, selbst einen Käufer für das alte Objekt zu finden: wenn er also nicht die nötige Zeit aufbringen kann oder will, durchaus eine interessante Alternative. Und letztendlich umgeht man dabei auch, wie bereits erwähnt, das Problem der Lagerung, was gerade bei größeren Gegenständen wie Autos den geringeren Erlös im Vergleich zum Eigenverkauf rechtfertigen kann.

Bevor man allerdings voreilig etwas in Zahlung gibt lohnt es sich oft, nach Alternativen Ausschau zu halten. Eine solche Alternative ist z.B. das Internet. Gerade bei kleineren Sachen, bei denen nicht das Lagern sondern eher der Zeitaufwand für die Suche nach einem Käufer entscheidend ist (z.B. Computer), lohnt es sich diese im Internet, auf einer der zahlreichen dafür geeigneten Seiten anzubieten.
 
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