Dienstag, 19. September 2017

Geld in MIG Fonds investieren

Der Begriff MIG-Fonds steht für eine Investitionsform, die in Deutschland und Österreich verbreitet ist. MIG heißt: “Made in Germany” und beschreibt hiermit den Grundgedanken dieser Vermögensform. Ein Privatanleger geht rechtlich und wirtschaftlich eine Beteiligung mit einer Fondsgesellschaft ein, die das Geld direkt in junge innovative deutsche Unternehmen investiert.

Das private Eigenkapital fließt hierbei in Unternehmen, die nicht an der Börse notieren. Die Chance hoher Renditen ist gegeben, denn oft sind es vorbörsliche Bereiche, die eine hohe Wertschöpfung besitzen. (Beispiele hierfür sind Microsoft oder Google) Renditen von 12 bis 40% sind über diese Anlageform erreichbar. Legt man sein Geld in einem MIG-Fonds an, so unterstützt man damit Entwicklungen von aussichtsreichen Jungunternehmen und verhindert nebenbei, dass deutsche Unternehmen ins Ausland abwandern, da sie dort bessere Finanzierungschancen bekommen.

Bei der Form des Venture Capitals (wozu MIC-Fonds zählen) stellt ein Anleger den bestimmten Eigenkapitalanteil dem Unternehmen in dessen Gründungsphase kontinuierlich für drei bis fünf Jahre zur Verfügung. Die somit besitzende Fondsgesellschaft samt der Gesellschafter profitieren so zwar direkt am Unternehmenserfolg, tragen jedoch auch ein erhöhtes Wagnis und Risiko von Unternehmensverlusten, sodass das der Begriff des Venture Capitals (Wagniskapital/Risikokapital) gerechtfertigt ist. Das Fondskonzept ist jedoch so aufgebaut, dass insbesondere in junge Hochtechnologieunternehmen, die erfolgsversprechende Ideen umsetzten möchten, investiert wird. Sobald der Erfolg eintritt, erreicht das Unternehmen erhebliche Wertsteigerungen, die in einen Börsengang münden können, wenn die Fondsgesellschaft ihre Beteiligung weiterveräußert hat.

Das größte Risiko für die Fondsgesellschaft und den Eigenkapitalgeber liegt darin, dass von seitens der Beteiligungsunternehmen keinerlei Sicherheit für den Unternehmenserfolg und dessen unternehmerische Leistung gegeben ist. Die Fondsgesellschaft ist keine Bank, die Darlehen vergibt und im Verlustfalls Gläubiger wird, sondern mithaftende Partnerin und trägt das volle Risiko, da das Beteiligungsunternehmen das Geld zur freien Verfügung bekam. Ob sich die Geschäftsidee und die wirtschaftliche Strategie letztendlich durchsetzen, ist nicht vorhersehbar.

Schlimmstenfalls war die Gabe des Eigenkapitals eine komplette Fehlinvestition und der gesamte Kapitaleinsatz geht verloren. Den MIG Fonds gibt es in sechs Varianten, mit Mindestbeteiligungssummen von 2000-7200 Euro, wobei nur noch die Varianten MIG5 und MIG6 als Beteiligungsangebot offen sind. Der Vertriebspartner für Venture-Capital ist die Alfred Wieder AG (AWAG), die Spezialist im Ventur-Capitalbereich ist. Nach deren Empfehlung, sollte eine Anlage 15% des verfügbaren Vermögens nicht übersteigen
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