Dienstag, 19. September 2017

Voraussetzungen beim Investitionskredit vergleichen

Um ihr Geschäft zu erweitern, sind Unternehmen in der Regel darauf angewiesen, zunächst zu investieren. Während es bei Dienstleistern vor allem darum geht, geeignetes Personal zu finden oder auszubilden, sind die Kosten für Produktionsbetriebe in erster Linie durch den Kauf von Maschinen und Anlagen sehr hoch. Derartige Investitionen bedeuten ein gewisses Risiko, gleichzeitig stellen sie jedoch eine Chance dar, da sich auf diese Weise Umsatz und Gewinn steigern lassen.

In vielen Fällen reichen die Rücklagen einer Firma nicht aus, um eine hohe Investitionssumme darauf zu zahlen. Selbst dann, wenn die Rücklagen hoch genug sind, ist es oft nicht ratsam, diese komplett zu verbrauchen. Schließlich würde das bedeuten, der Firma Liquidität zu entziehen, die im schlimmsten Fall fehlt, wenn Außenstände von Kunden nicht beglichen werden. Als Alternative zur Finanzierung von Investitionen bietet sich daher ein Investitionskredit an. Mit einem Investitionskredit werden, wie der Name schon sagt, die Kosten für eine Investition durch ein Darlehen abgedeckt. Die Rückzahlung des Investitionskredits erfolgt über einen gewissen Zeitraum und sollte bei der Planung des zusätzlichen Umsatzes sowie der damit verbundenen Kostenstruktur bereits enthalten sein.

Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung bieten fast alle Banken spezielle Investitionskredite an. Die Konditionen dafür lassen sich nicht allgemein zusammenfassen, da es in jedem Fall um eine individuelle Entscheidung geht. Daher spielen nicht nur die Investitionen, die damit finanziert werden sollen, eine Rolle, auch die aktuelle Lage des jeweiligen Unternehmens wird vom Kreditinstitut in die Entscheidung über den Investitionskredit mit einbezogen. Besonders gute Konditionen erhalten Firmen für einen Investitionskredit natürlich oft bei ihrer Hausbank. Gerade dann, wenn dieses Institut schon seit vielen Jahren mit der jeweiligen Firma zusammenarbeitet, will diese Bank die Kundenbeziehung normalerweise aufrechterhalten.

Zudem kennt die Bank die Zahlen des Unternehmens bereits in einem gewissen Umfang und kann daher leichter beurteilen, ob sich ein Investitionskredit lohnt oder nicht. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Förderangebote für Investitionskredite. Dabei wird der Antrag zwar ebenfalls über die Hausbank oder ein anderes Institut begutachtet, die Kreditsumme wird jedoch ganz oder zu einem gewissen Teil von einer speziellen Investitionsbank gezahlt. Vorteil bei einem solchen Investitionskredit sind die sehr günstigen Konditionen, die damit verbunden sind; das Unternehmen muss jedoch gewisse Verpflichtungen in Bezug auf die Arbeitsplätze eingehen, die erhalten oder neu geschaffen werden müssen. Alles in allem sollte man sich vor dem Antrag auf einen Investitionskredit also von seiner Bank ausführlich beraten lassen.
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