Sonntag, 20. August 2017

Jugendkonto online vergleichen und eröffnen

Grundsätzlich gilt wohl, Ehen vergehen, Freundschaften zerbrechen, aber seinem Konto bleibt man treu. Man wechselt sein Konto über sein gesamtes berufliches Leben sehr selten. Dementsprechend kämpfen die Banken schon um die Jugendlichen. Im Moment, da der Jugendliche sein erstes selbstverdientes Geld bekommt, stehen auch die Banken vor der Tür, meist bekommt man mit seiner Konfirmation oder Firmung sicher aber mit der ersten Lehrstelle sein Konto. Begrenzt ist das Alter nach unten nur durch die beschränkte Geschäftsfähigkeit des Klientels. Den Banken ist hier vor allem wichtig, dass die Klientel den Geschmack der Bank kennen lernt.

Wenn man einmal die Bedienung der Bank gelernt hat, weiß, wie Überweisungen, Buchungen gemacht werden, dann mag man sich einfach nicht mehr umgewöhnen. Das ist die Taktik und die hat auch meistens Erfolg. Die Banken versuchen hier das jugendliche Klientel anzusprechen. Zum einen versucht man die Sprache der jungen Menschen zu Treffen. Dynamische Bilder, fetzige Sprache sollen Hemmschwellen abbauen. Zum anderen soll ein In Faktor erzeugt werden. Die Geldkarte soll genau so „In“ sein, wie das Handy. Da Schüler, Auszubildende und Lehrlinge in aller Regel wenig Geld zur Verfügung haben, werden für ein Online Konto auch wenig oder gar keine Gebühren erhoben. Einige Banken gewähren Boni oder zahlen sogar einen Euro. Die Boni bestehen zum Beispiel in der kostenlosen Ausgabe von Kreditkarten. Die Namen der Produkte sind entweder konventionell wie „Girokonto für Studenten“ oder flippig wie „Young Giro“. Hauptargument für das Girokonto ist, dass es kostenlos sei. Kostenlos ist im Bankengeschäft natürlich so eine Sache. Es verhält sich genauso wie mit den Handytarifen - gezahlt wird immer. Die Banken verstehen schon ihr Geschäft. Die Tarife sind, da sie aus vielen Einzelteilen bestehen, schwer miteinander zu vergleichen.

Man muss schon genau lesen und die einzelnen Posten miteinander vergleichen. Zwar hat man eine Grundgebührbefreiung aber für Abhebungen und für kleine Handreichungen wie das Zusenden der Geldkarte, des Kontoauszuges oder auch der Tan Nummern müssen schon einige Cent gezahlt werden. Und das liegt in der Regel über den Portokosten. Auch die Zinsen für Überziehungskredite sind zu berücksichtigen. Hier sind bis zu 2% Unterschied bei den einzelnen Banken zu verzeichnen. Der Student sollte hier zunächst seine Lebensweise überprüfen und dann die einzelnen Komponenten studieren. Es gibt sogar Studentenkontos, die zahlen dem fleißigen und sparsamen Menschen für das Guthaben einen kleinen Prozentsatz. Die Banken mit den größten Werbeplakaten haben auch die größten Pferdefüße. Die bestehen zum Beispiel in einer dünnen Abdeckung von Bankautomaten. Im Notfall muss man dann zu einem Bankautomaten der Konkurrenz ausweichen. Schon ist man mit fast 5 Euro dabei, dafür hätte man in der Mensa auch ein Essen bekommen. Das hat dann die Bank geschluckt. Gibt es noch sonstige Unterschiede zu einem Normalkonto?

Wer ein Studentenkonto eröffnet gibt auch einige Dinge von sich an die Bank preis. Zum einen weiß die Bank dann, dass sich hinter dem jungen Kunden ein zukünftiger Akademiker verbirgt. Wenn jemand heute Student ist, dann ist er in 7 oder 8 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Bachelor oder Master. Zum anderen weiß die Bank, dass er heute ein eher dürftiger Kunde ist. Das spiegelt sich in Deutschland in einer geringeren Bonität wieder. Sowohl die ausgehändigte Kreditkarte als auch die Geldkarte werden in ihren Limits reduziert. Meist bekommt man als Student nur 500 Euro Dispo, das ist aber eigentlich auch gut so. Einige pfiffige Kreditinstitute setzen die Rückzahlquote auf 25% fest. Das heißt, man muss im Monat nur 25% seiner offenen Kreditkartenrechnung bezahlen. Banken verdienen am Anlegen von Geld mit bis zu 19% pro Jahr. Und bieten auf Guthaben manchmal nur 0.5%. Von dieser kleinen Spanne wird dann der eine oder andere Gimmick bezahlt, mit dem man lockt. Fazit: Studentenkonten haben schon einige finanzielle Vorteile gegenüber normalen Konten. Man muss aber die Konditionen genau studieren. Der Wechsel eines Kontos ist sehr mühselig, deswegen bestehen die Geschäftsbeziehungen zwischen Banken und ihren Kunden auch so lange.
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