Montag, 25. September 2017

Leasen oder kaufen - was lohnt sich mehr?

Viele Waren, die man im Handel erwerben kann, sind sowohl über Kredite als auch über Leasingverträge zu finanzieren. Natürlich ist auch der Barerwerb möglich. Daher ist es notwendig, vor dem Gespräch mit dem Händler selbst zu entscheiden, welche Finanzierungsvariante bevorzugt werden soll.

Der Kauf gegen Bargeld ist natürlich die günstigste Variante, denn hierbei fallen weder Zinsen noch Gebühren an. Gerade bei hochpreisigen Artikeln wie Autos ist oftmals das Ersparte nicht ausreichend, wodurch hier eine alternative Finanzierung gewählt werden muss.

Entscheidet man sich für die Finanzierung über einen Ratenkredit, wird der Kaufpreis des Autos oder des PCs sowie die Zinsen und eventuelle Gebühren addiert und anschließend durch die Anzahl der Laufzeitmonate der Finanzierung geteilt. Je nach Wunsch des Kunden können Laufzeiten zwischen 12-84 Monaten, in Einzelfällen sogar bis 120 Monate vereinbart werden. Die Kreditraten sowie die Zinsen bleiben während dieser Laufzeit konstant, am Ende ist die Kreditschuld vollständig getilgt und der Kreditnehmer ist Eigentümer der Ware. Während der Kreditlaufzeit bleibt die Ware jedoch Eigentum des Kreditgebers, bei Kfz-Finanzierungen wird beispielsweise der Kfz-Brief hierfür bei der Bank hinterlegt. Sofern die Kreditraten nicht pünktlich und regelmäßig erbracht werden, kann die Bank das Mahnverfahren einleiten und im Endeffekt auch den Verkauf des Autos anstreben.

Beim Leasingvertrag hingegen tritt der Erwerber der Ware als eine Art Mieter derselben auf. Er bezahlt an den Leasinggeber, der meist der Hersteller selbst ist, einen vorher vereinbarten Mietzins, die Leasingrate. Diese ist, ebenso wie beim Kreditkauf, für eine bestimmte Zeit festgelegt. Am Ende der Leasingdauer muss der Besitzer die Ware jedoch an den Leasinggeber zurückgeben, denn er erwirbt in der gesamten Zeit kein Eigentum, denn die Leasingrate sichert nur die Nutzung. Meist wird jedoch vertraglich vereinbart, dass der Leasingnehmer die Ware am Ende der Laufzeit erwerben kann, die Kosten hierfür ermitteln sich aus dem Zeitwert.

Der Vorteil des Leasings sind im Gegensatz zum Kauf per Ratenkredit die geringeren monatlichen Kosten, gleichzeitig besteht kein Marktrisiko, denn der Leasingnehmer trägt lediglich den Verschleiß der Sache. Weiterhin haben Selbstständige, Unternehmer und Freiberufler die Möglichkeit, ihre Leasingraten steuerlich abzusetzen und so ihre Steuerschuld zu verringern. Allerdings muss in den meisten Fällen eine Anzahlung von 10-20% des Fahrzeugwertes geleistet werden, weiterhin ist das vorzeitige Beenden des Leasingvertrages meist unmöglich.

Fazit: Die Frage, ob Leasing, Kauf oder Finanzierung, muss jeder Käufer individuell entscheiden. Beim Kauf sowie bei der Finanzierung per Kredit wird sofort Eigentum erworben, allerdings sind die Kosten hierbei relativ hoch. Das Leasing hingegen bietet geringere Kosten, Eigentum erzielt der Käufer jedoch nicht. Vor allem bei technischen Geräten wie PCs kann es aber sinnvoll sein, diese lediglich zu leasen, um so jederzeit auf dem neuesten Stand zu sein.
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