Sonntag, 24. September 2017

Die beste Geldanlage für das Kind

Wenn man für sein Kind eine sinnvolle Geldanlage für sein Studium oder die ersten größeren Anschaffungen tätigen möchte, sei erst einmal von kapitalbildenden Versicherungen, wie Lebensversicherung oder die so genannte Ausbildungsversicherung, abzuraten. Diese Versicherungen haben eine lange Laufzeit, eine niedrige Rendite im Gegensatz zum eingezahlten Kapital und eine Kündigung schlägt oft mit hohen Verlusten zu Buche.

Das bekannteste Anlagemittel, das Sparbuch, lohnt sich überhaupt nicht. Hier sei auch den Verwandten, die dem Kind etwas Gutes tun wollen und ein Sparbuch bei einer Bank anlegen lassen, abzuraten. Ein Sparbuch ist zwar von der Anlegedauer frei verfügbar und man kann jederzeit auf Kapital zurückgreifen, doch mit einem jährlichen Zinssatz von grade mal 1% durchschnittlich bis höchstens 3 %, was auch eher selten vorkommt, hat man keinen großen Kapitalzuwachs zu verbuchen.

Auch Banksparpläne lohnen sich nicht wirklich. Es wird ein monatlich festgesetzter Betrag eingezahlt, die Rendite ist aber eher niedrig. Ein vorzeitiger Ausstieg ist schlecht möglich. Rentabler ist ein Tagesgeldkonto, dies bringt durchschnittlich zwischen 3% und 5% Zinsen ein. Beim Tagesgeldkonto ist das Geld jederzeit verfügbar.

Ratsamer jedoch wäre in einen europäischen Aktienfonds zu investieren. Dieses Kapital schlägt mit einem Zinssatz von durchschnittlich 10% im Jahr zu Buche. Aus Sicht der Experten braucht man hier keine Angst vor einem Kurseinbruch zu haben, da sich bei langfristigen Anlagen die Schwächephasen auf dem Aktienmarkt wieder ausgleichen. Fondssparpläne mit hohem Aktienanteil sind schon ab einer Einzahlung von 50 Euro monatlich rentabel und jederzeit kündbar.

Eine preiswerte und sichere Geldanlage ist ein Bundesschatzbrief. Hier handelt es sich um Wertpapiere die nicht an der Börse gehandelt werden. Dabei hat man einen durchschnittlichen Zinssatz von 4 bis 5 % im Jahr.

Bei einem Bundesschatzbrief gibt es zwei Varianten:

Eine Laufzeit von 6 Jahren, hier werden jährlich die Zinsen ausgeschüttet und eine Laufzeit von 7 Jahren, hier werden die Zinsen gebündelt und wieder angelegt. Eine vorzeitige Kündigung wirkt sich auch hier ungünstig auf die Rendite aus.

Des Weiteren gibt es die so genannten Sparbriefe. Bei Sparbriefen kann man die Laufzeit auf 2 Jahre, 5 Jahre oder 10 Jahre festlegen. Der Zinssatz liegt dort durchschnittlich zwischen 3,2% und 4,4%. Es wird hier eine Mindesteinlage gefordert, die je nach Anbieter variiert, ungefähr aber bei 250 Euro liegt und bis zu 1 Mio. Euro gehen kann. Beim Sparbrief ist eine vorzeitige Kündigung nicht möglich.

Wer seinem Kind auf Dauer eine gute Kapitalabdeckung bieten möchte, sollte sich genau bei Banken und auch beim Direktbroker mit Wertpapierdienstleistung informieren.
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