Samstag, 25. November 2017

Geldanlage Kleinwalsertal - Möglichkeiten von Deutschland aus

Deutschlands Bankkunden sind seit einiger Zeit gläsern geworden. Finanzbehörden und andere Ämter können bei Bedarf die einzelnen Kundendaten einsehen, können sogar die Kontenumsätze überblicken. Die deutschen Banken sind dazu verpflichtet, den Ämtern und Behörden die gewünschten Auskünfte zu erteilen, der Kunde selbst wird darüber aber erst im Nachhinein informiert. Kein Wunder also, dass immer mehr Deutsche nach Möglichkeiten suchen, ihre Gelder so anzulegen, dass sie von den Finanzbehörden nicht entdeckt werden können. Dafür eigneten sich bisher hauptsächlich Liechtenstein und die Schweiz, aber auch Österreich gewinnt hierbei zunehmend an Bedeutung. Insbesondere das Kleinwalsertal, nahe Bayern gelegen, bietet hier die ideale Gelegenheit.

Denn so grenznah gelegen, dass eine Reise in die idyllischen Orte problemlos möglich ist und mit einer enormen Anzahl von Banken und Kreditinstituten gewappnet, kann hier jeder Anleger die richtige Anlageform für sich finden. So kann man zwar Gelder durchaus von einem deutschen auf ein österreichisches Konto überweisen, doch bleibt damit das Geld auch für die Finanzbehörden sichtbar. In diesen Fällen ist es doch sinnvoller, dem Kleinwalsertal einen Besuch abzustatten, inkl. Bargeld natürlich. Dabei sollte man aber innerhalb der Höchstgrenzen für die Ausfuhr von Bargeld bleiben.

Man hat dabei die Möglichkeit, seine Gelder auf einem Konto, das dem Tagesgeld in Deutschland sehr ähnelt anzulegen. Das heißt, man erhält auch hier hohe Zinsen und eine tägliche Verfügbarkeit. Ebenfalls sind Festgelder möglich, die oft zwischen sechs Monaten und zehn Jahren fest angelegt werden können. Weiterhin finden sich Fonds, die in Aktien oder Immobilien investieren, wobei man hier häufig auch in deutsche Aktien oder Immobilien investiert. Für welche Anlage man sich entscheidet, bleibt dabei natürlich jedem selbst überlassen. Ein Informationsgespräch mit der entsprechenden Bank sowie ein Vergleich unterschiedlicher Banken sind dabei aber besonders sinnvoll.

Selbst wenn eine deutsche Behörde den Antrag stellt, diese Konten im Kleinwalsertal zu prüfen, ist dies nur dann möglich, wenn ein eindeutiger Hinweis auf Steuerhinterziehung oder eine andere Straftat vorliegt. Zudem müssen die deutschen Behörden Rechtshilfe beantragen, um überhaupt zugreifen zu können. Auch bei den Zahlungen der Kapitalertragssteuer, die direkt von den Banken einbehalten wird und an die Finanzämter im Ausland überwiesen werden muss, bleibt die Geheimhaltung oberstes Gebot.

Das heißt, die Bank behält die Steuer der ausländischen Anleger direkt von den Erträgen ein und leitet sie gesammelt, also ohne Nennung von Namen, beispielsweise an den deutschen Fiskus weiter. So kann dieser auch aufgrund der Kapitalertragssteuer nicht herausfinden, welches Konto, welchem deutschen Staatsbürger gehört.
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