Donnerstag, 23. November 2017

Erklärung und Übersicht externe Kosten

Externe Kosten stellen Kosten dar, die nicht ein Nutzer selbst, sondern andere Personengruppen tragen müssen. Dem Nutzer entstehen dadurch häufig Vorteile, also ein Nutzen, für die er nicht zahlen muss, denn das tun ja andere. Nimmt man beispielsweise einen PKW, so sind dessen interner Nutzen etwa die Mobilität und die Bequemlichkeit.

Dem gegenüber stehen die internen Kosten wie die Versicherung und die Steuern. Kosten und Nutzen gleichen sich dabei in der Regel aus. Ein externer Nutzen für den Kraftfahrer liegt vor allen Dingen darin, dass er Straßen nutzen kann, für deren Bau er nicht zahlen musste. Dies wurde bereits von den Anliegern und Bewohnern der betreffenden Straßen getan. Diese haben also die externen Kosten des Kraftfahrers zu tragen, ohne dafür einen Nutzen im eigentlichen Sinne zu erhalten.

Grundsätzlich stellen externe Kosten also Kosten dar, die andere, oft unbeteiligte Personen tragen. Die verursachende Person dagegen zieht aus den externen Kosten oft einen gewissen Nutzen, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Volkswirtschaftlich gesehen können externe Kosten dabei auch eine Ursache für ein Marktversagen sein. Deshalb muss der Staat hier auch in bestimmtem Maße eingreifen und dementsprechend reagieren.

Ebenfalls kann man auch von einem pekuniären externen Effekt sprechen. Hierbei wird zum Beispiel ein Billiganbieter auf den Markt drängen. Mit seinen günstigen Preisen wirbt er natürlich auch viele Kunden an. Diese verlassen dann die teureren Anbieter, wodurch diesen wiederum ein Verlust bzw. eine Schmälerung des Gewinns entsteht. Sie haben also nichts damit zu tun, dass die Kunden abwandern, aber einen negativen externen Effekt zu erleiden.

Die externen Kosten werden also immer von anderen Gruppen übernommen, als von den Verursachern selbst. Den Nutzen, also den externen Nutzen haben hingegen die Verursacher. Der Nachteil dabei ist die große Ungerechtigkeit, die hier entsteht. Denn unbeteiligte Personen müssen für Kosten aufkommen, von denen sie keinen Nutzen haben. Dies führt zu allgemeiner Unzufriedenheit, wobei schnell vergessen wird, dass die Anwohner einer Straße, die diese bezahlen auch von den Straßen profitieren, die sie befahren und die sie nicht bezahlt haben.

Insofern kann auch durch ein staatliches Einschreiten wohl kaum eine Zufriedenheit bei den einzelnen Personen zustande kommen, da hier einfach nicht eingesehen wird, dass jeder externe Kosten tragen muss aber auch einen externen Nutzen daraus zieht. So führen externe Kosten auch in Zukunft zu immer größer werdender Unsicherheit und Unzufriedenheit, bei einzelnen Personen.
 
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