Donnerstag, 23. November 2017

Bei einer Finanzierung - welche Kosten sind üblich?

Die Gesamtkosten die für ein Darlehen anfallen, setzen sich in der Regel nicht nur aus der aufgenommenen Kreditsumme sowie den Zinsen zusammen, sondern es entstehen oft zusätzliche Kosten durch Provisionen, Bearbeitungsgebühren oder für die Restschuldversicherung. Die entstehenden Kosten für eventuell anfallende Provisionen berechnen sich heute unterschiedlich. Während einige Kreditinstitute eine feste Summe verlangen, berechnen andere hingegen eine prozentuale Beteiligung, die zwischen 1-3% liegen kann. Die Provision wird dabei auf die gesamte Darlehenssumme berechnet.

Grundsätzlich sollte jeder Verbraucher vor der Beantragung eines Darlehens einen Online-Vergleichsrechner nutzen, denn mit dieser Berechnung können sich über die gesamte Laufzeit gute Einsparungen ergeben.

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl eines Kreditinstitutes ist der Zinssatz. Bei der Berechnung sollte der Kreditnehmer dabei den effektiven Zinssatz im Auge behalten, denn nur dieser beinhaltet alle anfallenden Kosten. Der nominale Jahreszins hingegen ist wesentlich geringer, da er nicht alle anfallenden Kosten einschließt. Grundsätzlich sind alle Banken dazu verpflichtet, den Effektivzins im Kreditvertrag anzugeben.

Kreditnehmer die eine günstige Finanzierung für eine Immobilie suchen, können derzeit noch von den niedrigen Zinssätzen profitieren. Für die Berechnung einer Finanzierung sollte der Kreditnehmer im Vorfeld zuerst prüfen, wie viel Eigenkapital aufgebracht werden kann.

Neben den reinen Finanzierungskosten fallen bei dem Kauf einer Immobilie zusätzliche Kosten von rund 13,5 % an, die sich aus der Makler-Courtage in Höhe von ca. 3,5 - 7 % zusammen setzt, der Grunderwerbssteuer mit ca. 3,5 %, Notargebühren von rund 2 %, sowie Gerichtskosten mit ca. 1 %.

Bei der Vergabe von Darlehen achten Kreditinstitute zudem auf die Bonität. Vor der Bewilligung eines Kredites wird die so genannte Schufa-Auskunft eingeholt, bei der die Banken die Zahlungsmoral des Antragstellers prüfen. In der Regel erhalten Antragsteller mit einem negativen Eintrag keinen Kredit, wobei eine Ausnahme die so genannten Schufafreien Kredite darstellen, die in den meisten Fällen aus dem Ausland bewilligt werden.

Anhand der Schufa-Auskunft bestimmen Banken das Risiko bei der Vergabe eines Kredites. Das Risiko beinhaltet die Möglichkeit, dass der Kreditnehmer während des laufenden Darlehens nicht mehr in der Lage ist, die vereinbarten Raten zurück zu zahlen. Je höher die Banken das Risiko einstufen, umso mehr Zinsen muss der Antragsteller für die gesamte Laufzeit des Darlehens zahlen.

Wie hoch die Zinsen ausfallen, ist dabei abhängig vom jeweiligen Kreditinstitut. Die berechneten Zinsen schwanken bei einer guten Bonität zwischen ca. 3,5 % - 7,00 %, bei einem höheren Risiko liegen die Zinsen bei ca. 7,00 - 12,00 %. Kredite die heute ohne Schufaauskunft vergeben werden, schlagen mit sehr hohen Zinsen zu Buche, die sich zum Teil auf bis zu 16 % oder mehr belaufen können.
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