Montag, 25. September 2017

Bei einem Hausbau die Kosten finanzieren

Die größte Anschaffung im Leben eines Menschen ist wohl der Hausbau. Dies mag vor allen Dingen daran liegen, dass hier viele Jahre lang das Haus abbezahlt werden muss. Doch wie finanziert man die Kosten beim Hausbau am besten?

Grundsätzlich hat man hier verschiedene Möglichkeiten. So kann man den Hausbau mit einer normalen Baufinanzierung der Bank finanzieren. Hier sollte man nach Möglichkeit maximal 60 Prozent der Beleihungsgrenze finanzieren. Diese Darlehen werden dann als erstrangige Darlehen behandelt und aus diesem Grund mit niedrigeren Zinsen belastet. Unter dem Begriff erstrangig versteht man in diesem Zusammenhang, dass die Grundschuld im Grundbuch im ersten Rang eingetragen wird. Das bedeutet wiederum, dass diese als erstes zu bedienen ist und damit die Sicherheit für die Bank entsprechend hoch ist.

Weiterhin sollte man insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen eine möglichst lange Zinsbindungsfrist für die Baufinanzierung vereinbaren. Zwar verlangen die Banken bei Zinsbindungsfristen ab etwa 15 Jahren einen kleinen Aufschlag, dafür hat aber der Kreditnehmer eine hohe Planungssicherheit. Das bedeutet wiederum, dass er für eine lange Zeit mit ein und derselben monatlichen Rate rechnen kann, da sich der Zinssatz ja nicht verändert. Sollte man dennoch ein zinsgünstigeres Darlehen finden, so kann man ab dem zehnten Jahr nach Darlehensauszahlung das Darlehen auch mit einer Frist von sechs Monaten kündigen. Dieses Recht hat dabei aber nur der Kreditnehmer. Die Bank kann den Vertrag nicht vorzeitig kündigen.

Da die Baufinanzierung über die Bank regelmäßig nur 60 Prozent des Beleihungswertes ausmacht, aber die meisten Bauherren nur über ein Eigenkapital von 20 Prozent verfügen, muss die Differenz natürlich ebenfalls finanziert werden. Dies wiederum ist am günstigsten über einen Bausparvertrag möglich. Beim Bauspardarlehen wird nämlich, obwohl es sich hier um ein zweitrangiges Darlehen handelt, kein Zinsaufschlag erhoben.

Grundsätzlich sollte man bei der Finanzierung des Hausbaus beachten, dass es nicht nur um die Kaufsumme für das Haus und das zugehörige Grundstück geht. Ferner kommen hier Kosten für den Kaufvertrag, der beim Notar abgeschlossen werden muss hinzu. Auch die Eintragung der Grundschuld im Grundbuch muss bezahlt werden. Beim Erwerb eines Grundstückes oder Hauses fallen zusätzlich Grunderwerbssteuern an. All diese Kosten muss man zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis noch hinzu addieren, bevor man den gesamten Finanzierungsbedarf für den Hausbau erhält.

Erst wenn man alle Kosten addiert hat, kann man auch entsprechende Angebote für die Finanzierung einholen, die grundsätzlich penibel miteinander verglichen werden sollten. Denn bereits Zinsunterschiede, die erst nach dem Komma ersichtlich werden, können hierbei Mehrkosten von einigen Tausend Euro betragen.
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