Donnerstag, 23. November 2017

Sparbrief Kündigung - entstehen Kosten?

Wer sein Geld in einem Sparbrief anlegt, der sollte sich bereits beim Kauf des Sparbriefes darüber im Klaren sein, dass es sich dabei um eine feste Geldanlage handelt. Das heißt, das Geld wird über einen festen Zeitraum angelegt, eine vorzeitige Verfügung ist hierbei nicht vorgesehen. Generell kann man einen Sparbrief deshalb auch nicht kündigen. Hierfür müssten ganz bestimmte Gründe vorliegen, die der Bank gegenüber plausibel dargestellt werden müssten. Erst, wenn diese aufgrund der besonderen Umstände ihr Einverständnis gibt, kann der Sparbrief gekündigt werden, allerdings ist dann auch mit saftigen Gebühren zu rechnen, die die Bank für die vorzeitige Auflösung abzieht.

Wer das Geld vorzeitig benötigt, hat in der Regel die Möglichkeit, den Sparbrief zu beleihen. Dafür werden natürlich Zinsen von Seiten der Bank gefordert, die meist bei ein oder zwei Prozent über den Guthaben Zinsen liegen. Auch diese Variante ist also selten lohnenswert.

Grundsätzlich muss man sich klar machen, das fest angelegtes Geld eben fest angelegt ist. Das heißt, während der Laufzeit kommt man an dieses Geld nicht heran und sollte deshalb auch nicht seine gesamten Ersparnisse in Sparbriefe oder Festgelder investieren. Ein Notgroschen ist immer besser auf einem jederzeit verfügbaren Konto wie dem Tagesgeld angelegt.

In Festgeld sollte man nur Gelder investieren, auf die man während der Laufzeit auch wirklich verzichten kann. Andernfalls kommt es schnell zu vorschnellen Kündigungen, die teuer bezahlt werden müssen. Welche Gebühren die einzelnen Banken dabei berechnen, sollte jeder Einzelne in seinem Vertrag nachlesen. Dort steht das Ganze genau beschrieben und man kann erkennen, welche Kosten auf einen zukommen. Durch geschickte Verhandlungen mit dem jeweiligen Sachbearbeiter kann man diese vielleicht noch etwas senken, jedoch wird man nicht umhin kommen, trotz allem verschiedene Kosten und Gebühren zu übernehmen, die oft nicht nur die Gewinne, sondern noch einen Teil des angelegten Geldes auffressen werden. Insofern lohnt sich die vorzeitige Kündigung beim Sparbrief keinesfalls und man sollte nach einer anderen Möglichkeit dafür suchen.

Bevor man sich also für einen bestimmten Sparbrief einer Bank entscheidet, sollte man sich kundig machen, welche Kosten im Falle einer vorzeitigen Kündigung entstehen. Denn nur so kann man bereits im Vorfeld abschätzen, wie das Ganze aussieht, wenn man sein Geld dennoch vorab benötigt. Am einfachsten ist es natürlich, nur einen Teil des Geldes fest anzulegen, wie in einem Sparbrief und einen Notgroschen anderweitig zur Seite zu legen. Denn so kann man durchaus davon ausgehen, dass man hier doch noch ein paar Zinsen erhält, wenn man das Geld auf einem Tagesgeld Konto anlegt, an welches man aber jederzeit heran kommt.
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