Samstag, 25. November 2017

Laufende Kosten kalkulieren

Laufende Kosten fallen überall an, egal ob im privaten Haushalt oder auch in Unternehmen. Zu den typischen laufenden Kosten zählen vor allen Dingen Mieten, Stromkosten, Wasserkosten oder allgemein Betriebskosten. Diese Kosten muss man in jedem Fall mit in seine gesamtwirtschaftliche und finanzielle Planung mit einkalkulieren.

So kann man davon ausgehen, dass zum Beispiel Bauherren, die gerade in das neu gebaute Haus eingezogen sind, meist nur die monatlichen Raten für das Darlehen als laufende Kosten ansehen. Doch auch hier fallen Nebenkosten für Wasser, Strom und Heizung an. Zudem sollten einige Rücklagen für spätere Reparaturen gebildet werden. Diese muss man als Mieter nicht zahlen, weil sie nicht zu den umlagefähigen Kosten gehören, als Hausbesitzer allerdings schon. Ferner können die Kosten für Heizung und Strom deutlich höher ausfallen, als in der bisherigen Mietwohnung, einfach aus dem Grunde, weil man im Haus mehr Fläche zu beheizen hat. Dies sollte man mit bedenken.

Um das Darlehen abzusichern, wird zusätzlich der Abschluss einer so genannten Risikolebensversicherung empfohlen. Auch diese verursacht Kosten in Form von monatlichen Beiträgen. Das heißt, dass auch diese Kosten in die finanzielle Planung mit einfließen müssen. Ferner sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Denn falls der Hauptverdiener einmal berufsunfähig werden sollte, kann dies schnell zur Zwangsversteigerung des Hauses führen. Die Kreditraten können durch den Wegfall des Einkommens meist nicht mehr aufgebracht werden.

Generell zählen zu den laufenden Kosten also alle Kosten, die stetig erneut anfallen, aber sich nun einmal nicht eliminieren lassen. Das wiederum bedeutet, dass man davon ausgehen muss, dass alle Kosten für Versicherungen, für Darlehensraten, für Mieten und Nebenkosten als laufende Kosten angesehen werden müssen. Dabei muss man sich im Falle des Hausbaus vor der Aufnahme von Darlehen bewusst machen, wie hoch die laufenden Kosten sein werden, und ob man diese auf Dauer auch tragen kann. Andernfalls gerät man allzu schnell in die Schuldenfalle und kann dadurch das Haus auch sehr schnell wieder verlieren.

Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, die laufenden Kosten zu senken. So kann man sich beim Heizen zum Beispiel erneuerbarer Energien bedienen. Doch erst einmal muss eine solche Anlage dann auch entsprechend finanziert werden, sodass sie sich erst nach einigen Jahren wirklich rechnet. Vorher erhält man dadurch eine Mehrbelastung, die die laufenden Kosten wiederum erhöht.

Selbstständige sollten ihre laufenden Kosten besonders gut kalkulieren. Denn werden sie einmal krank, so haben sie in der Regel keine Einnahmen mehr. Die laufenden Kosten müssen aber dennoch weiter gezahlt werden. Die meisten Selbstständigen sichern sich gegen dieses Risiko mit einer Krankentagegeldversicherung ab, deren Tagessatz in seiner Höhe frei gewählt werden kann. Dabei stellen die laufenden Kosten die Grundlage für die Höhe der Krankentagegeldversicherung dar.
 
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