Sonntag, 24. September 2017

Zahnimplantat Kosten Übersicht - was zahlt die Krankenkasse

Die Gesundheitsreform hat vor einigen Jahren die gesetzlich Krankenversicherten hart getroffen. Sie müssen immer mehr Kosten für die ärztliche Behandlungen verursachen selbst aufkommen. Die Kassen übernehmen nur noch einen geringen Anteil der Kosten. In der Regel werden hier Pauschalen zwischen Kassen und Ärzten ausgehandelt, die für einen bestimmten Befund des Arztes gelten.

Diese Pauschalen orientieren sich in ihrer Höhe an der so genannten Regelversorgung, was meist dem Minimum entspricht, das man machen lassen muss. Allerdings können die Patienten sich auch für teurere Behandlungsmethoden entscheiden. Die hierbei anfallenden Mehrkosten müssen sie dann allerdings selbst tragen.

Diese Regelungen gelten dabei für sämtliche ärztlichen Leistungen, also auch im Bereich der Zahnmedizin. So können verlorene Zähne sowohl mit einer Brücke als auch mit dem Zahnimplantat ersetzt werden. Das Zahnimplantat besteht dabei aus einer Hülle aus Keramik und sieht dementsprechend sehr natürlich aus. Ein Unterschied zu den echten Zähnen ist bei professioneller Arbeit des Zahnarztes nicht bzw. kaum sichtbar, sofern der Patient seine Zähne entsprechend pflegt. Doch die Kosten für ein Zahnimplantat, welches ebenfalls genauso belastbar wie echte Zähne ist und viele Jahre lang hält, sind deutlich höher als beispielsweise für eine Brücke oder ähnliches.

Die Kasse trägt dabei den Pauschalbetrag für die Regelversorgung, die nach dem Befund des Arztes nötig wird. Die restlichen Kosten muss der Patient selbst tragen, sodass er bei einem Zahnimplantat mit weit mehr als 1.000 Euro selbst zu tragenden Kosten rechnen muss. Doch auch hier lassen sich noch einige Einsparungen erzielen, indem man die preislichen Angebote mehrerer Zahnärzte miteinander vergleicht. Zugegeben, dies ist nicht jedermanns Sache, denn die Zahnbehandlung ist doch eine Frage des Vertrauens zum behandelnden Arzt. Aber dennoch lassen sich hier teils enorme Preisunterschiede ausmachen.

Dabei wird zunächst ein Anker, also eine künstliche Zahnwurzel in den Kiefer eingesetzt, wofür der Zahnarzt ein Loch bohren muss. Dieser Anker muss nun fest im Kiefer verwachsen, was etwa zwei bis drei Monate in Anspruch nimmt. Erst danach erfolgt der Einsatz des Zahnimplantats. Dieses ist dann aber umso belastbarer und steht den echten Zähnen in nichts nach.

Beim Zahnarzt selbst sollte man sich nur auf solche Ärzte verlassen, die auch ein Zertifikat vorweisen können, laut dem sie über ausreichende Erfahrungen mit Zahnimplantaten gesammelt haben. Denn nicht jeder Zahnarzt kann ein solches Implantat auf gleich hohem Niveau und mit gleicher Qualität einsetzen. Dies sollte man sich als Patient stets bewusst machen.

Die privaten Kassen erstatten unter Umständen höhere Beträge für das Zahnimplantat als die gesetzlichen. Doch auch hier kommt es immer auf den individuell gewählten Tarif an.
 
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