Donnerstag, 23. November 2017

Wer bekommt einen KfW Kredit?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine staatliche Institution, die einer breiten Bevölkerungsschicht vorteilhafte Finanzierungen für verschiedene Vorhaben zur Verfügung stellt. Der Interessent kann sich nicht direkt an die KfW wenden, sondern muss Kontakt mit einer inländischen Bank aufnehmen, die die Vermittlung des Kreditantrags übernimmt. Die Prüfung der Kreditfähigkeit und der Kreditwürdigkeit obliegt der vermittelnden Bank. Im Folgenden werden exemplarisch einige Förderprogramme der KfW vorgestellt.

Das Förderprogramm KfW StartGeld dient der Unterstützung von Existenzgründern, Freiberuflern oder kleineren Unternehmen. Förderberechtigt sind natürliche Personen, die ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben. Durch das KfW StartGeld können z.B. Immobilien, Grundstücke und in diesem Zusammenhang anfallende Nebenkosten finanziert werden. Auch für die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung und Maschinen können die finanziellen Mittel des KfW StartGeldes eingesetzt werden. Sofern der Kreditbetrag 50.000€ nicht übersteigt, kann durch das Existenzgründungsprogramm der KfW bis zu 100% des Finanzierungsbedarfs gedeckt werden. Je nach Konzept bedeutet das für den Kreditnehmer, dass er keine eigenen Mittel mehr zuführen muss. Für die Tilgung des KfW StartGeldes ist eine Laufzeit von maximal 10 Jahren vorgesehen, wobei in den ersten 2 Jahren keine Tilgungsleistungen erfolgen. In dieser Zeit werden ledigliche die Zinsen gezahlt, wodurch die monatliche Belastung für den Kreditnehmer sehr gering ist. Nach der tilgungsfreien Zeit können neben den monatlichen Raten auch Sondertilgungen geleistet werden.

Ein weiteres Förderprogramm der KfW ist das Wohneigentumsprogramm, dass für den Bau oder den Erwerb von eigengenutztem Wohneigentum vergeben wird. Der maximale Kreditbetrag entspricht 30% der kalkulierten Gesamtkosten und höchstens 100.000€. Sollte dies den Finanzierungsbedarf nicht decken, können ergänzend andere öffentliche Fördermittel beansprucht werden. Zu Anfang der Laufzeit, die bis zu 30 Jahre betragen kann, sind 1 bis maximal 5 Tilgungsfreijahre einzuhalten, während der nur Zinsen zu zahlen sind. Nach dieser Zeit setzt die Tilgung in regelmäßigen Raten ein, wobei Sondertilgungen ausgeschlossen sind.

Um die Kosten für ein Studium tragen zu können, haben Studenten staatlich anerkannter inländischer Hochschulen die Möglichkeit, einen Studentenkredit der KfW aufzunehmen. Der Antragsteller darf allerdings nicht älter als 30 Jahre sein und muss ein Vollzeitstudium absolvieren. Im Gegensatz zu anderen öffentlichen Förderprogrammen für Studenten wird der Studienkredit der KfW unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern vergeben und verlangt keine Sicherheiten. In der bis zu siebenjährigen Auszahlungsphase des KfW Studienkredites erhält der Student monatliche Leistungen zwischen 100€ und 650€. Anschließend folgt eine maximal 23 monatige Ruhepause, in der das Studium beendet ist und eine Anstellung gesucht wird. Für die Rückzahlung der Kreditmittel stehen dem Kreditnehmer danach 25 Jahre zur Verfügung.
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