Mittwoch, 22. November 2017

Autofinanzierung per Leasing, Kredit oder Finanzierung - Vor- und Nachteile

Ein Auto in bar zu bezahlen - das ist heute kaum noch möglich. Denn die meisten Menschen haben einfach nicht genügend Geld zur Verfügung, um diese doch recht hohe Anschaffung mit eigenen Mitteln zu finanzieren. In diesen Fällen ist eine Finanzierung ratsam. Doch auch hier gibt es zahlreiche Unterschiede.

So kann man z. B. bei seiner Hausbank oder jeder anderen beliebigen Bank einen Kredit aufnehmen. Mit Hilfe dieser Mittel kann man dann ohne Probleme beim Autohändler als Barzahler auftreten. Dies bietet den Vorteil, dass man nicht unerhebliche Rabatte beim Autokauf selbst aushandeln kann. Denn Barzahler sind beim Autohaus besonders beliebte Kunden. Allerdings ist der Zins der Hausbank im Gegensatz zu den Zinssätzen der Autobanken, die dem Autohaus direkt angeschlossen sind, oft deutlich höher. Bevor man sich also für diese Variante des Autokaufs entscheidet, sollte man also unbedingt anfragen, welche Rabatte bei Barzahlung gewährt werden können. Sind diese nur in geringem Umfang möglich, so lohnt sich der höhere Zins der Hausbank meist nicht.

Der zweite Weg ist, wie oben beschrieben und angeführt, die Finanzierung über die angeschlossene Autobank. Gerade bei Neuwagen werden hier oft so genannte 0%-Finanzierungen angeboten. Diese Schnäppchen sind natürlich verlockend, doch muss man auch bedenken, dass man dadurch kaum Verhandlungsspielraum beim eigentlichen Preis, bzw. bei Sonderausstattungen hat. Das heißt, der Kaufpreis muss meist voll bezahlt werden, was wiederum in der Konsequenz eine höhere Kreditsumme zur Folge hat. Zudem wird hierbei meist noch eine vergleichsweise hohe Anzahlung verlangt, die den Geldbeutel empfindlich belasten kann. Auch hier sollte man also vor der Entscheidung für diesen Weg genau kalkulieren, ob diese Variante wirklich so günstig ist, wie es anfangs den Anschein hat.

Der dritte Weg einer Autofinanzierung ist das Leasing oder auch Privatleasing genannt. Hierbei locken die Banken den Kunden mit besonders niedrigen monatlichen Raten. Jedoch werden mit diesen Raten keine Eigentumsrechte am Auto erworben, auch wenn das viele Käufer nach wie vor glauben. Beim Leasing wird nur für die Nutzung des Fahrzeuges gezahlt, man könnte diese Form der Finanzierung daher wohl eher als Mieten bezeichnen.

Denn am Ende der Leasing-Laufzeit gehört der Wagen nach wie vor der Bank. Man muss dann entweder einen sehr hohen Betrag an die Bank zahlen, um das Eigentum am Auto zu erwerben, oder diesen eben wiederum über einen Kredit finanzieren. Andererseits hat man die Möglichkeit, das Auto an die Bank zurückzugeben. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass das Auto zu viel gefahren wurde oder es mit Kratzern und Beulen versehen ist. In diesem Fall muss zusätzlich noch eine Entschädigung an die Bank gezahlt werden, und dennoch steht der Käufer ohne Auto da.

Insofern sollte man sich ganz genau überlegen, welche Art der Finanzierung man beim Autokauf in Betracht zieht und welche wirklich lohnenswert für die eigenen Verhältnisse ist. Nicht zuletzt muss auch beim Kaufpreis entsprechend gehandelt werden, um die anfallenden Kreditsummen und die damit verbundenen Raten zu senken.
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