Mittwoch, 20. September 2017

Widerspruch für eine Mahnung formulieren

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte/r Herr/Frau ...,

unter Bezug auf Ihr Schreiben vom ..., das hier am ... einging, teile ich Ihnen Folgendes mit:

(Variante 1)

Sie erwähnen eine Rechnung vom ... Eine solche Rechnung liegt mir nicht vor. Ich bitte um Übersendung einer Kopie und werde sofort nach Vorliegen der Rechnung Stellung nehmen.

(Variante 2)

Ihre Firma/die von Ihnen anwaltlich vertretene Firma ... ist mir unbekannt. Ich habe keinerlei Vertrag mit einer Firma namens ... abgeschlossen, geschweige denn mich in irgendeiner Weise zu einer Zahlung verpflichtet. Ich bitte um Übersendung der Ihnen vorliegenden Unterlagen, aus denen sich eine Zahlungsverpflichtung meinerseits ergeben soll. Möglicherweise handelt es sich hier um eine Verwechslung. Bitte überprüfen Sie nochmals Ihre Unterlagen.

(Variante 3)

es ist richtig, dass zwischen Firma ... /Herrn/Frau ... und mir ein Vertrag mit Datum ... besteht. Laut diesem Vertrag ist Firma/Herr/Frau ... / sind Sie jedoch verpflichtet (gewesen), (bis zum ...) folgende Leistungen zu erbringen:

(z.B. Erstellung einer Internetpräsenz, Einrichtung eines Shops, Lieferung eines Fahrzeugs, Ausstattung eines Ladenlokals, Architektenarbeiten etc.)

Diese Leistungen wurden jedoch bis heute nicht/nur teilweise/mangelhaft erbracht.

Laut Vertrag vom ... (Hier folgen Einzelheiten zu den von der Gegenseite zu erbringenden Leistungen.)

Unter diesen Umständen ist die von Ihnen angemahnte Rechnung in keinster Weise zur Zahlung fällig.

Ich fordere Sie/Ihre Mandantin auf, die erforderlichen Leistungen bis spätestens (Frist setzen) ordnungsgemäß zu erbringen. Sodann wird auch umgehend die Rechnung von mir beglichen werden. Sollte bis zum genannten Zeitpunkt eine Reaktion Ihrerseits/seitens Ihrer Mandantin erfolgen, werde ich die Sache einer gerichtlichen Klärung zuführen. Die hierbei anfallenden Kosten gehen ausschließlich zu Ihren Lasten/zu Lasten Ihrer Mandantin. Ich gehe jedoch davon aus, dass eine gütliche Einigung möglich ist und Weiterungen, die nur unnötige Kosten verursachen, vermeidbar sind.

(Variante 4)

Sie werben auf Ihrer Internetseite damit, dass die dort beworbenen Angebote/von mir bestellten Leistungen gratis seien und vom Besteller keinerlei Verpflichtung eingegangen werde. Auf Ihrer Internetseite ist auf den ersten Blick nirgends davon die Rede, dass man mit Inanspruchnahme Ihrer (Gratis-)Leistungen ein Abonnement abschließt/einen Vertrag eingeht, der die Zahlung von ... € zur Folge hat. In Ihren AGB, die nur mittels Popup aufgerufen werden können, befindet sich eine solche unscheinbare Klausel, die jedoch überraschend und damit nichtig ist.

Mit freundlichen Grüßen
 
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