Samstag, 25. November 2017

Ein Auto leasen ohne Anzahlung

Beim Leasing gehen der Käufer und der Händler einen Leasingvertrag für eine bestimmte Laufzeit ein. Meist liegt diese Zeitspanne bei 12 - 24 Monaten. Der Leasingvertrag legt die monatliche Leasingrate, sowie die rechtlichen Bestimmungen fest. Rechtlich gehört das Auto weiterhin dem Händler und auch nur mit dessen Zustimmung darf der Käufer Dinge am Auto verändern. Auch ist im Leasingvertrag festgelegt, wie der Wagen versichert werden muss, sodass dem Händler im Ernstfall keine finanziellen Nachteile entstehen.

Nach Ablauf des Leasingvertrages gibt es mehrere Möglichkeiten zu verfahren. Zum einen besteht häufig (muss allerdings im Leasingvertrag geregelt sein) für den Käufer die Möglichkeit, das Auto zum aktuellen Marktwert zu kaufen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, den Leasingvertrag zu verlängern, sodass das Auto rechtlich dem Verkäufer weiterhin gehört. Die dritte Möglichkeit ist, den Leasingvertrag auslaufen zu lassen und das Auto dem Verkäufer wieder zu übergeben.

Was muss ich beachten, wenn ich ein Auto leasen möchte, aber keine Anzahlung leisten will?

Viele Autohändler verlangen vor Abschluss des Leasingvertrages eine Anzahlung, sozusagen als Kaution. Möchte ich das nicht, gibt es Möglichkeiten, dies zu umgehen. Zunächst kann ich mir von meiner Bank eine Bürgschaft für die Anzahlung geben lassen. Damit ist der Händler meist einverstanden.

Wenn die Bürgschaft jedoch nicht akzeptiert wird, sollte man auf ein Leasing ohne Anzahlung besser verzichten, da die Leasingraten enorm höher sind, als wenn eine Anzahlung geleistet wurde. Das ist sozusagen als eine Art Sicherung für den Händler anzusehen, der durch die höhere Rate seine "Kaution" erhalten möchte.

Eine weitere Eigenart für das Leasing ohne Anzahlung besteht darin (kann ich ebenfalls nur von abraten), dem Händler seine wirtschaftlichen Verhältnisse darzulegen, soll heißen, ihm mit Nachweisen der Gehalts- oder sonstigen Eingänge, die Anzahlung abzuverhandeln. Dadurch zeigt man jedoch alle möglichen Einkünfte an, was, wovon ich ausgehe, niemand gerne möchte. Wer will schließlich schon, dass jemand anders weiß, wie viel man selbst verdient.

Diese drei Möglichkeiten sind in der Praxis die gängigsten Methoden, eine Anzahlung beim Leasing eines Autos zu vermeiden. Es gibt auch noch andere Methoden, die Anzahlung zu umgehen, jedoch bin ich als Kunde dabei in den meisten Fällen auf das Entgegenkommen des Händlers angewiesen.

Insgesamt betrachtet kann ich jedoch nur von dieser Art von Leasingverträgen abraten, es sei denn der Händler akzeptiert die Bürgschaft. Als Kunde hat man ansonsten, wie in den anderen Fällen dargestellt, entweder deutliche Aufzahlungen zu leisten oder man gibt dem Händler sehr viele persönliche Informationen preis.
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