Mittwoch, 20. September 2017

Wann bekommt man eine Finanzierung ohne Anzahlung?

Eine Finanzierung zu erhalten ohne jegliche Anzahlung leisten zu müssen ist heute in vielen Bereichen des wirtschaftlichen Lebens eine herkömmliche Verfahrensweise. Natürlich richten sich die meisten Anbieter derartiger Offerten nach der letztendlichen Höhe der Summe, welche zu finanzieren ist. Grundsätzlich dient eine Anzahlung als Sicherheit. Sie zeigt in einem gewissen Maße den Zahlungswillen, wie auch die Zahlungsfähigkeit eines Kunden.

Ein bekanntes Beispiel für eine Finanzierung ohne Anzahlung ist der Automobilhandel. Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt ist es durchaus üblich auch Finanzieruhren anzubieten, die keiner Anzahlung bedürfen. Dies trifft jedoch in den meisten Fällen bei eher geringen Werten zu. So kommt diese Art der Finanzierung etwa bei Gebrauchtwagen bis 5000€ zur Anwendung. Genaue Richtlinien existieren in diesem Zusammenhang nicht. Der jeweilige Verkäufer ist vom Angebot der entsprechenden Partnerbank abhängig. Diese trifft auch letztendlich die Entscheidung zur Finanzierung.

Of handelt es sich bei der Auslobung bestimmter Finanzierungsmodelle auf Gebrauchtwagenhöfen um vorgefertigte Angebote. Es werden also im Vorfeld Verhandlungen zwischen Kreditinstitut und Automobilhändler abgehalten. Den Kaufpreis kann der Kunde durch die Auswahl des entsprechenden Fahrzeugs letztendlich vollkommen frei entscheiden. Dabei setzt er sich selbst gewisse Grenzen nach oben, wie auch nach unten. So kann ein Interessent Einfluss auf das Finanzierungsziel und die monatlichen Raten nehmen. Ein gewisser Verhandlungsspielraum ist insbesondere bei freien Händlern meist ebenfalls gegeben.

Die Finanzierung eines Fahrzeuges, oder einer sonstigen Sache hat natürlich keinen Einfluss auf die Besitzesrechte. Lediglich die Zahlung wird im gewissen Sinne von einer Bank finanziert. Im Kaufrecht betrachtet man jedoch die Bezahlung und den Übergang des Besitzes einer Sache als zwei verschiedene Ebenen. So muss der Besitz zum Käufer übergehen und die Bezahlung an den Verkäufer durch den Käufer erfolgen. Die Finanzierung stellt nun einen hiermit in Verbindung stehenden weiteren Schuldvertrag dar. Diese Verpflichtung erstreckt sich jedoch lediglich auf den geliehnen Geldbetrag. Auf die Sache selbst, hat das Kreditinstitut keinen Einfluss. In einigen Fällen werden jedoch finanzierte Sachen als Sicherheit für die Vergabe eines Darlehens eingefügt. Dies bedeutet ein Recht für die jeweilige Bank der Aneignung der Sache bei Nichterfüllen des Vertrages von Seiten des Kreditnehmers.

Eine weitere Möglichkeit bietet das so genannte Fahrzeugleasing. Dieses beinhaltet ein Mieten der jeweiligen Sache. Ein solcher Vertrag wird ebenfalls durch Raten, oder auch Leasinggebühren in bestimmten Zeitabschnitten beglichen. Die meist monatliche Zahlung stellt auch einen Teilwert der geleasten Sache dar. Bei Ablauf des Vertrages ist es dem Leasingnehmer so möglich die Sache komplett auszulösen und in seinen Besitz übergehen zu lassen. In diesem Zusammenhang wird dann eine Schlussrate fällig. Diese stellt den verbliebenen, noch zu entrichtenden Wert der Sache dar.
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