Dienstag, 17. Oktober 2017

Handyverträge ohne Schufa

Das Handy gehört heute mit zu den wichtigsten Dingen des Lebens. Ohne eigenes Mobiltelefon kann wohl kaum noch jemand auskommen. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen den Handys, die mit Vertragsbindung laufen und den so genannten Prepaid Handys. Erstere werden meist zu besonders günstigen Preisen abgegeben, einfach aus dem Grunde, weil die Kunden bei diesen Handys an einen Vertrag gebunden werden, der mindestens über einen Zeitraum von 24 Monaten läuft. Innerhalb dieser Laufzeit fallen monatliche Grundgebühren an, wodurch das Handy selbst entsprechend abgezahlt wird. Dadurch können die Anbieter sich die enorm günstigen Preise leisten.

Die Prepaid Handys hingegen bedürfen keinem gesonderten Vertrag. Sie werden zu einem normalen Preis verkauft, beinhalten allerdings keinerlei Vertragsbindung oder zu zahlende Grundgebühren. Dadurch werden die Prepaid Handys auch ohne Schufa Abfrage verkauft. Hier müssen stets Karten gekauft werden, deren Wert abtelefoniert werden kann. Ist das Guthaben auf der entsprechenden Handykarte abgelaufen, so kann man davon ausgehen, dass man nicht mehr länger mit dem Handy telefonieren oder SMS schreiben kann. Stets fallen also nur die Kosten für die Handy Karten an. Die Verbindungspreise sind hierbei etwas höher angesetzt, dafür entfällt die Grundgebühr.

Bei den vertraglich gebundenen Handys hingegen muss man immer einige persönliche Angaben machen und zudem der Abfrage seiner Daten bei der Schufa zustimmen. Andernfalls kann der Vertrag nicht abgeschlossen werden. Das bedeutet, dass die negative Eintragung bei der Schufa, die evtl. aus einem nicht bezahlten Kredit oder einer anderen unbezahlten Handyrechnung stammt, dem Abschluss eines neuen Vertrages stets im Wege steht. Die Schufa Abfrage kann man dabei bei den Handyverträgen nicht umgehen. Hierzu müsste man sich an einen ausländischen Anbieter wenden, dessen Geräte in Deutschland jedoch nicht verkauft werden. Grundsätzlich muss man also bei Handys mit Vertrag der Schufa Abfrage zustimmen. Bei negativen Einträgen muss man ebenfalls damit rechnen, dass man den Vertrag nicht abschließen kann.

Für all jene, die dennoch ein Handy benötigen, bleibt dann nur die Prepaid Karte, die man auch ohne Schufa Abfrage erhält. Hierbei muss man allerdings stets darauf achten, dass noch ausreichend Geld auf der Karte vorhanden ist, um weiter telefonieren zu können. Dennoch lohnt sich die Anschaffung eines Prepaid Handys, bedenkt man, dass es einen davor schützt, wieder in die Schuldenfalle zu geraten, die vielleicht bereits beim letzten Mal das Handy verursacht hat. Für Minderjährige ist ohnehin nur diese Variante möglich, da Handy Verträge ein Mindestalter von 18 Jahren verlangen. Andernfalls müsste das Handy auf den Namen der Eltern gekauft werden, wogegen sich viele Eltern wehren, da zu oft schon Berichte über massive Handyrechnungen in den Medien aufgetaucht sind.
 
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