Freitag, 22. September 2017

Ein Schweizer Onlinekonto eröffnen

Die deutschen Behörden haben mittlerweile jeglichen Zugriff auf die Konten der Bürger. Auf Anfrage können sie nicht nur die verschiedenen Bankverbindungen der Bürger einsehen, nein, sie können auch die Umsätze auf den einzelnen Konten nachverfolgen. Der deutsche Bankkunde wird damit zum gläsernen Bankkunden. So kann man davon ausgehen, dass die Behörden in Deutschland jede ein- oder ausgehende Zahlung auf den eigenen Konten problemlos nachvollziehen können. Genau dies ist nun aber vielen Deutschen ein Dorn im Auge, sodass seit Einführung dieser Regelungen eine wahre Kapitalflucht aus Deutschland zu beobachten.

Die Deutschen entscheiden sich zunehmend häufiger, ihre Gelder ins Ausland zu verbringen. Besonders beliebt dabei: Die Schweiz. Hier hat der Staat keinerlei Zugriff auf die einzelnen Kontodaten und die Bewegungen auf den Konten. Sollten sie diesen Zugriff wünschen, müssen sie erst bei den Schweizer Behörden um Amtshilfe bitten. Diese wird aber nun nur dann gewährt, wenn ein Verdacht auf eine Straftat vorliegt, wie etwa Geldwäsche. Da die Steuerhinterziehung aber beispielsweise in der Schweiz keine Straftat darstellt, kann man hier auch davon ausgehen, dass die Behörden der Schweiz den deutschen Behörden bei einem solchen Verdacht keine Amtshilfe gewähren.

Man kann also in der Schweiz das Geld gut vor den deutschen Behörden verstecken. Doch auch hier gilt, dass die wenigsten Menschen Steuerflucht begehen. Denn auch in der Schweiz wird eine Kapitalertragssteuer veranschlagt, die automatisch von evtl. Zinszahlungen abgezogen und an die deutschen Behörden weiter geleitet wird. Da hierbei aber der Name des Kunden nicht angegeben wird, bleibt es für die Behörden verschleiert.

Um nun ein Konto in der Schweiz zu eröffnen, gibt es viele Wege. Einige führen über so genannte, meist selbst ernannte Vermittler, die vorgeben, alle nötigen Unterlagen zu besorgen und an den Antragsteller zu versenden. Dafür lassen sie sich in der Regel dann auch fürstlich bezahlen. Doch schaut man sich die Angebote genauer an, so kann man die Unterlagen auch kostenfrei von den Webseiten der einzelnen Banken herunter laden. So kann man sich jede Menge Kosten sparen.

Aber auch wenn man ein Onlinekonto in der Schweiz eröffnen will, bleibt einem die Anreise zur Bank nicht erspart. Denn auch hier muss man sich bei der Eröffnung des Kontos mittels Personalausweis identifizieren. Das heißt, man kann die Kontoeröffnung auch gleich mit einem Kurzurlaub verbinden. Es ist dabei ohnehin sinnvoller, das Konto vor Ort zu eröffnen und die Einzahlung in bar vorzunehmen.

Denn bei einer Überweisung könnten die deutschen Behörden ja wieder von dem Konto in der Schweiz erfahren. Später kann man das Konto natürlich online führen und von hier aus Überweisungen in die ganze Welt veranlassen, wobei man das deutsche Konto außen vor lassen sollte, damit Vater Staat nicht doch noch Kenntnis von dem Schweizer Konto erhält.
 
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