Sonntag, 20. August 2017

Eine private Ratenzahlung eingehen

Immer häufiger werden Anschaffungen getätigt, die trotz größtmöglicher Einsparungsmaßnahmen nicht oder nur sehr schwer finanziert werden können. Wenn dies der Fall ist, ist oft eine Ratenzahlung die einzige Möglichkeit, seine Schulden abzutragen. Doch geht dies auch im Falle eines privaten Darlehens? Und wie ist das möglich?

Grundsätzlich sollte man zur eigenen Sicherheit auch bei einem privaten Darlehen einen Vertrag aufsetzen, in dem die Rechte und Pflichten beider Seiten festgehalten werden. Dabei ist auch ein Zinssatz festzulegen oder eben, dass das Darlehen als zinsloses Darlehen gewährt wird. Auch sollte man sich gleich auf eine bestimmte Rate einigen, die dann zum Beispiel monatlich an den Darlehensgeber gezahlt wird. Ebenfalls ist es wichtig, diese Rate so zu wählen, dass man sie auch finanzieren kann. Abgesehen davon muss man darauf achten, die Ratenzahlung einzuhalten, da der andere Vertragspartner sonst weitere rechtliche Schritt einleiten kann.

Allerdings sollte eine solche Vorgehensweise bei privaten Darlehen, wie etwa innerhalb der Familie nicht nötig sein. Dennoch ist es eben sinnvoll, alle Seiten gegen evtl. Ausfälle abzusichern, was wiederum nur mit einer schriftlichen Vereinbarung möglich ist.

Kauft man dagegen ein Auto von Privat auf Ratenzahlung, so ist es unbedingt erforderlich einen entsprechenden Vertrag abzuschließen. Denn in diesem Fall weiß man nie, wie der Vertragspartner sich bei einem Zahlungsverzug verhalten wird. In den meisten Fällen wird dann der Kfz-Brief beim Verkäufer verbleiben, bis die komplette Schuld getilgt ist. Kann man seiner Zahlungsverpflichtung einmal nicht nachkommen, so könnte der andere dann das Auto anderweitig verkaufen. Um genau solche Extreme jedoch zu verhindern, lohnt der Vertrag, der beide Parteien zu bestimmten Verhaltensregeln veranlasst. So kann das Auto nicht sofort verkauft werden oder ähnliches. Aber auch hier sollte man, sofern man seine Raten einmal nicht bezahlen kann, sofort und ohne Umschweife auf den Verkäufer zugehen und nach einer Lösung suchen, die für beide Parteien sinnvoll ist. Meist kann man im persönlichen Gespräch dann doch noch einiges retten.

Grundsätzlich sollte man aber auch hierbei nicht auf die Zahlung von Zinsen verzichten. Die Vertragsform ist insofern wichtig, als dass sich gewisse Rechte und Pflichten nur anhand eines bestehenden Vertrages auch tatsächlich durchsetzen lassen. Für beide Seiten ist diese Variante am sinnvollsten, auch wenn hier mit Sicherheit kein vom Notar beglaubigter Vertrag benötigt wird. Unter Familienmitgliedern reicht z. B. oft eine schriftliche Vereinbarung aus, da man davon ausgehen sollte, dass man den Darlehensgeber nicht um sein Geld bringen will.
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