Freitag, 24. November 2017

Wie funktioniert die Schulden Regulierung?

Wer sich einen Kredit aufnimmt. oder andere Zahlungsverpflichtungen eingeht, der bedenkt meist nicht, dass im Leben nicht immer alles so rund läuft, wie es eigentlich laufen sollte. Die Firma, in der man arbeitet, meldet Konkurs an und schon beginnen die Probleme, ihren Lauf zu nehmen. Das Geld das man vom Arbeitsamt bekommt, reicht vorne und hinten nicht aus, um alle anfallenden Kosten weiter bezahlen zu können. Irgendwann werden Mahnungen ignoriert, und man will auch gar nicht mehr daran denken. Und eh man sich versieht, steht zum ersten Mal der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Spätestens dann sollte endlich die Einsicht kommen, dass man Hilfe braucht, um aus dieser Überschuldung wieder raus zukommen.

Als erstes sollte man versuchen, sich mit den Gläubigern zu einigen. Sollte das nicht klappen, hat man die Möglichkeit, zu einer Schuldnerberatung zu gehen. Auf keinen Fall sollte man sich dazu hinreißen lassen, dubiose Kredite in Anspruch zu nehmen, um alte Verpflichtungen zu tilgen. Die Banken, die einen solchen Kredit bewilligen, berechnen nur hohe Zinsen und man verschuldet sich nur noch mehr. Besser ist es, sich jetzt Hilfe von einer Schuldenberatung zu holen.

Der Gang zur Schuldnerberatung ist kein Grund, sich zu schämen, ganz im Gegenteil, es erfordert sehr viel Mut, sich einzugestehen, dass man es alleine nicht mehr schafft aus den Schulden raus zukommen. Schuldenberatungsstellen gibt es in beinahe jeder Stadt, meist befinden sie sich im Rathaus oder dem Bürgeramt. Dort bekommt man einen Termin, während man auf den Termin wartet, was zugegebenermaßen mehrere Wochen dauernd kann, kann man seine Unterlagen schon einmal vorsortieren, damit alles zur Hand ist wenn es gebraucht wird.

Der Mitarbeiter der Schuldnerberatung, wird sich dann die Unterlagen ansehen und in einem Gespräch, erfährt man dann, wie die Schuldenregulierung vor sich geht. Man arbeitet zusammen einen Plan aus, und setzt sich nochmals mit den Gläubigern auseinander. Wenn man das bereits getan hat und es auch belegen kann, wird der Schuldenberater mit dem Schuldner zusammen die Gläubiger ansprechen. In den meisten Fällen, lassen sich die Gläubiger dann auf eine Einigung ein.

Der Schuldenberater arbeitet zusammen mit dem Schuldner eine passende Schuldenregulierung aus, die zu der vorhandenen Finanzlage passt. Ob sich die Gläubiger dann auf die kleinere oder im Moment gar keine Ratenzahlung einlassen, liegt im Ermessen des jeweiligen Gläubigers. Sollten diese Bemühungen keine Früchte tragen, weil die Gläubiger weiterhin stur auf die vereinbarten Zahlungen bestehen, bleibt immer noch die Verbraucher Insolvenz. Da man belegen kann, dass man versucht hat sich außergerichtlich zu einigen, wird der Antrag auf Privatinsolvenz genehmigt und der Schuldner ist nach sechs Jahren Schuldenfrei.
 
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