Dienstag, 19. September 2017

Wie viel Rente bekomme ich?

Eine der wichtigsten Fragen, die heute fast Jedermann beschäftigt, ist die Frage danach, wie hoch wohl die zu erwartende Rente im Alter sein wird. Nun, man kann sich hier einfach auf die Auskunft der zuständigen Rentenversicherungsträger verlassen, oder sich aber selbst einmal mit dem Thema näher beschäftigen. Grundsätzlich hängt die Höhe der Rente immer von der Dauer der Einzahlung und deren Höhe ab. Aber es werden auch spezielle Zeiten berücksichtigt, in denen keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt wurden.

Man sollte sich vielleicht wirklich einmal die Mühe machen und das Ganze selbst durchrechnen. Zunächst einmal benötigt man die jährlichen durchschnittlichen Einkommen aller in der gesetzlichen Rentenversicherung Versicherten. Diese Werte sollten im World Wide Web nicht schwer zu finden sein. Man benötigt sie für die folgende Berechnung: Man nimmt sein Jahreseinkommen in den vergangenen Jahren und vergleicht es mit den durchschnittlichen Werten. Liegt es genau im Durchschnitt, so kann man einen vollen Rentenpunkt sein Eigen nennen. Liegt es darunter oder darüber so sind die Rentenpunkte anteilig zu berechnen, wobei die Durchschnittswerte immer einem Rentenpunkt oder 100 Prozent gleichzusetzen sind. Danach folgt die Berechnung der Rentenpunkte für das aktuelle Jahr. Dieser Wert wird dann mit den verbleibenden Jahren bis zum Renteneintritt multipliziert, sodass man die voraussichtlich noch zu erreichenden Rentenpunkte erhält.

Nun müssen noch Punkte für Zeiten der Ausbildung und der schulischen Bildung nach dem 17. Lebensjahr vergeben werden. Grundsätzlich sind hier pro Jahre 0,75 Rentenpunkte einzurechnen, wobei man höchsten 2,25 Rentenpunkte für derartige Ausbildungen anrechnen darf. Für die Zeiten der Kindererziehung gibt es für die Jahre vor 1991 nochmals je einen Rentenpunkt pro Jahr. Ab 1992 erhält man sogar drei Rentenpunkte pro Jahr.

Zu guter Letzt werden sämtliche so errechneten Rentenpunkte summiert. Nun benötigt man noch den aktuell gültigen Rentenfaktor. Mit diesem multipliziert man die erzielten Rentenpunkte und erhält den Betrag, den der Staat voraussichtlich als Rente auszahlen wird. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese Berechnungen nur angenommene Werte darstellen können. Denn wenn man noch 20 Jahre bis zum Renteneintritt vor sich hat, weiß man nie, ob man weiterhin das gleiche Einkommen haben wird, ob man überhaupt solange in Lohn und Brot stehen wird.

Man sollte die Berechnung also regelmäßig erneut ausführen, um wirklich realistische Werte zu erhalten. Dabei kann man sich die Aufzeichnungen aus den Vorjahren natürlich entsprechend aufheben und muss nur das aktuelle Jahr neu berechnen und die Hochrechnung entsprechend anpassen.
 
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