Montag, 20. November 2017

Kredit für Schüler

In der heutigen Zeit leiden selbst Schüler oft schon unter einem ständigen Mangel an Geld. Denn auch sie haben spätestens mit dem eigenen Motorroller ab 16 oder später mit dem ersten Auto finanzielle Verpflichtungen wie Versicherungsbeiträge oder aber das Geld für die nächste Tankfüllung. Hinzu kommen noch andere Ausgaben wie zum Beispiel für Kleidung oder Freizeitvergnügen. Und längst nicht alle Eltern sind gewillt, ihren Kindern auch Alles zu bezahlen.

Wenn dann keine andere Geldquelle wie der Nebenjob in Sicht ist, möchten viele Schüler einfach gern Geld bei der Bank leihen. Das geht jedoch, glücklicherweise, nicht so einfach. Um einen Kredit aufnehmen zu können, muss die betreffende Person mindestens volljährig, also 18 Jahre alt, sein. Und selbst dann müssen bestimmte Voraussetzungen für einen Kredit erfüllt sein. So fordert so gut wie jede Bank, dass der Kreditnehmer in einem festen Arbeitverhältnis ist und somit über ein geregeltes Einkommen verfügt, von dem er später die monatlichen Raten an die Bank zahlen kann. Eine weitere Kondition ist oftmals, dass der Kreditnehmer Sicherungen zur Verfügung stellen muss - das können zum Beispiel ein Haus oder auch Aktien sein. Über diese Voraussetzungen verfügt ein Schüler jedoch in aller Regel nicht.

Die einzige Möglichkeit für einen Schüler, doch einen Kredit aufzunehmen, besteht darin, dass seine Eltern bzw. die erziehungsberechtigten Personen als Bürgen für den Schüler auftreten und somit mit ihrem Vermögen für eventuelle finanzielle Ausfälle bei der Rückzahlung des Kredits haften. Banken, die in einem solchen Fall zur Vergabe eines Kredites an einen Schüler bereit sind, sind beispielsweise die Citibank, Sparkassen und Volksbanken, hier allerdings beide mit regionalen Unterschieden oder aber auch die deutsche Bank u. a. Oftmals bietet es sich an, dass der Schüler zusammen mit seinen Eltern die Hausbank aufsucht, da man als Kunde hier die Möglichkeit hat, bessere Konditionen auszuhandeln.

Besonders geachtet werden sollte natürlich auf den Kreditzins. Dieser sollte möglichst niedrig sein, denn schließlich muss sich der Schüler die monatlich fällige Rate auch wirklich leisten können. So bietet es sich an, lieber eine längere Ratenlaufzeit zugunsten niedrigerer Beträge inkauf zu nehmen. Auch das Risiko für die elterlichen Bürgen sinkt auf diese Art und Weise. Viele Banken kommen dem Kunden hier entgegen, indem sie einen maximal fälligen Monatsbetrag von 100 € festsetzen.

Grundsätzlich sollten Eltern ihrem Kind die Aufnahme eines solchen Kredits wirklich nur dann erlauben, wenn es sich um eine größere, vor allem aber sinnvolle Anschaffung wie z.B. ein Auto handelt.
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