Mittwoch, 22. November 2017

Handy kaufen ohne Schufa

Leider ist es in Deutschland nicht möglich, einen Handyvertrag ohne Schufaauskunft zu erwerben, obwohl dies teilweise leider von einigen Anbietern so angeboten wird. Definitiv wird bei jedem Vertrag eine Schufaauskunft eingeholt. Der Kunde hat jedoch bei manchen Anbietern die Möglichkeit, bei negativer Schufaauskunft den Vertrag dennoch abzuschließen, wenn er eine vom Anbieter festgelegte Kaution bezahlt. Diese Kaution beträgt in der Regel je nach Tarif zwischen 100 bis 300 Euro.

Werden vom Kunden während der gesamten Vertragslaufzeit von 24 Monaten alle Rechnungen ordnungsgemäß beglichen, erhält dieser nach Ablauf der 24-monatigen Vertragslaufzeit die von ihm vorab bezahlte Kaution wieder erstattet.

Eine weitere Möglichkeit, trotz negativer Schufa an ein Handy zu kommen, besteht noch, indem der Kunde ein Prepaid-Handy erwirbt. Denn hier wird keinerlei Schufa-Auskunft eingeholt, da der Kunde ja nur das vorab bereits durch Aufladung entstandene Guthaben verbrauchen kann. Da hier der Anbieter nicht Gefahr laufen kann, dass der Kunde seine Rechnung nicht bezahlt, wird bei Prepaid-Angeboten keine Schufa-Auskunft eingeholt. Leider sind jedoch die Telefongebühren für Prepaid-Verträge meist wesentlich höher als bei Vertragshandys. Auch sind die Preise für Prepaid-Handys sehr viel höher als wenn ein Vertrag abgeschlossen wird. Der Kunde zahlt für ein relativ altes Handymodell noch sehr hohe Kosten. Für neuere Modelle besteht in der Regel die Möglichkeit gar nicht, dieses Handy als Prepaid-Modell zu erwerben.

Ansonsten bleibt einem Kunden mit negativer Schufaauskunft lediglich die Möglichkeit, ein Handy ohne Vertrag zu erwerben. Dies ist jedoch mit sehr hohen Kosten verbunden. Denn bei einem Handyvertrag wird der reguläre Handypreis mit den Provisionen verrechnet, welche vom Anbieter für den jeweiligen Vertrag ausbezahlt werden. Um diese Summe verringert sich damit der Verkaufspreis für das gewünschte Handy. Somit ist es weit verbreitet, dass bei Abschluss eines Handyvertrages viele Handys schon für 0 Euro oder 1 Euro erworben werden können. Dieser Vorteil entfällt jedoch, wenn man ein freies Handy ohne Vertrag erwirbt. Hier muss der Kunde also sehr tief in die Tasche greifen, um sein Wunschhandy zu erwerben. Für neuere Modelle sind hier gut und gerne bis zu 700 Euro fällig.

Die letzte Möglichkeit, an ein kostenloses oder sehr günstiges Vertragshandy zu kommen, besteht noch darin, den Vertrag auf eine andere Person laufen zu lassen (z. B. Familienmitglied oder dergleichen). Jedoch besteht hier natürlich immer die Gefahr, dass der Antragsteller auch für die Kosten aufkommen muss, welche verbraucht wurden. Das heißt, Person A nutzt das Handy, Person B ist jedoch als Vertragsinhaber eingetragen. Person B ist also immer zur Zahlung verpflichtet. Bei Streitigkeiten hat Person B keine Möglichkeit, das Geld von Person A wieder zu erhalten. Somit muss man es sich wirklich sehr gut überlegen, ob man aus Gefälligkeit einen Vertrag unterschreibt, welcher dann jedoch von einer anderen Person genutzt wird.
 
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