Samstag, 23. September 2017

Durch Vermögenswirksame Leistungen Geld sparen

Vermögenswirksame Leistungen, auch VL oder VWL genannt, sind eine Geldleistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer. Dabei überweist der Arbeitgeber den monatlich einzuzahlenden Betrag direkt auf das, vom Arbeitnehmer angegebene, Konto der Vermögenswirksamen Leistungen. Der einzuzahlende Betrag wird vom Nettogehalt des Arbeitnehmers abgezogen und verringert die Auszahlung.

In der Regel zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zu den Vermögenswirksamen Leistungen, die Höhe ist in jedem Unternehmen unterschiedlich und wird meist durch Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegt. Der Zuschuss des Arbeitgebers ist steuer- und sozialversicherungspflichtig. Wenn der Arbeitnehmer einen höheren Betrag, wie den Zuschuss des Arbeitgebers einzahlen möchte, dann kann er dies von seinem Netto aufstocken.

Es ist in dem Wort Vermögenswirksame Leistungen schon enthalten, dass es sich hier um Leistungen handelt die das Vermögen betreffen. Das Vermögen soll gebildet werden. Die gängigste und bekannteste Variante ist wahrscheinlich das Bausparen, bei dem das Geld in einen Bausparvertrag eingezahlt wird. Je nach Höhe des Bausparvertrages wird dieser dann nach vielen Jahren zuteilungsreif und man kann dann auf sein Geld zugreifen und evtl. auch ein zinsgünstiges Darlehen erhalten. Wenn man diese Variante der VWL wählt, dann hat man auch die Möglichkeit die Wohnungsbauprämie zu beantragen. Wichtig ist, dass die Prämie einkommensabhängig ist und der Anspruch nur bei niedrigem Einkommen besteht.

Weitere Formen des Sparens der Vermögenswirksamen Leistungen sind Fondssparen, Kapitallebensversicherungen und Banksparpläne.

Bei den Banksparplänen wird über einen festgelegten Zeitraum monatlich eine Summe in den Sparplan ein. Am Ende der Laufzeit gibt es, neben den erhaltenen Zinsen, oft noch eine Bonuszahlung der Bank. Dies ist eine sehr sichere Variante des Sparens, weil man genau weiß, welchen Betrag man am Ende erhalten wird.

Bei Fondssparplänen sieht das ganze etwas anders aus. Hier wird ein monatlicher Festbetrag, der mindestens 25,00 € betragen muss, in einen Investmentfonds eingezahlt. Bei den Fondssparplänen sind die Renditechancen wesentlich höher, als bei den Banksparplänen aber auch das Verlustrisiko ist höher. Fondssparen eignet sich daher nicht für Anleger, die schnell wieder an ihr Geld wollen, sondern ist eine langfristige Anlage, weil ein Fonds - auch wenn er kurzfristig mal Verluste verbuchen muss - am Ende einer langen Laufzeit meistens mit Gewinnen abschließt.

Die Kapitallebensversicherung zählt als eine stabile Vorsorgeform und wird häufig von eher konservativen Menschen gewählt. Man hat die Möglichkeit das ersparte Geld zur Altersvorsorge, als Absicherung für die Familie oder einfach als Vermögen am Ende der Laufzeit zu erhalten.

Für welche Variante man sich auch entscheiden mag - sparen lohnt!
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